Trampen

 

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Anekdoten

 

komfortabel trampen

 

An dieser Stelle kann jeder Anekdoten über Tramperlebnisse veröffentlichen. Egal ob skurril, witzig, oder einfach nur dämlich – Hauptsache nicht langweilig.


► hier KLICKEN, um eine Anekdote zu verfassen


Datum: 02.12.2016, 21:13
Name: Niobe
Titel:
Eintrag: September, 2015
Venlo - Erfurt
Ich möchte aus der Heimat Holland nach Erfurt trampen, meinem Vater hat das nicht gefallen, er meinte trampen sei zu gefährlich. Ich daraufhin: "Na, dann tramp doch mit und wir sehen, wie gefährlich es wird." Also ich und mein Dad zusammen getrampt, es war der Hammer! Eine alte Dame hat uns mitgenommen, da war es schon Nachmittag/Abend. Sie wollte zum Geburtstag ihrer Schwester, kurz vor Kassel und hat uns eingeladen. Dann saßen wir bei fünf alten Damen zum Kaffeekuchen. Seitdem hat mein Dad keine Vorurteile mehr gegens Trampen und nimmt sogar jetzt selbst wieder Tramper mit! :-)
 
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Datum: 02.03.2016, 00:25
Name: Micky
Titel:
Eintrag: ich trampe seit der dritten klasse und ich muss sagen: es ist die interessanteste, vielseitigste, sozialste und mit anderen Worten einfach geilste Art von A nach B zu kommen!
Obwohl ich 25 km in die Arbeit pendle trampe ich diesen Weg nach wie vor 3 - 4 mal die Woche und brauch beim trampen kaum länger als beim selberfahren. Das Trampen zeigt einem jedes Mal aufs neue, wie viele A...löcher es auf der Welt gibt (besonders die, die meinen es sei witzig, anzuhalten und dann Vollgas zu geben ohne die Tür aufzumachen) aber vor allem wie viele nette und coole Menschen es gibt, die man anders nie kennen lernen würde
 
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Datum: 28.07.2015, 21:57
Name: Dirk
Homepage: http://none
Titel: Leichenwagen,
Eintrag: Leichenwagen (Sprinter) hält neben mir.
Wenn Du kein Problem damit hast das ich vier Leichen im Kofferaum habe kannst Du mit fahren.
Nee, kein Problem habe selbst noch eine im Rucksack.
Das der Wagen Leichen im Kofferraum hatte war kein Scherz. Transport vom Leichenschauhaus zum Krematorium.
 
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Datum: 25.01.2015, 03:36
Name: Quentin
Titel: Mister
Eintrag: Hi, I have been reguarly hitch hiking world wide for more than 40 years. (1968/2015) and I believe my most memorable lift was with a New Zealand motorist in 1980. He stopped his VW bus to pick me up, just south of Nelson (S Is.) we were a mile along the road before I realised there was something radically different about this vehicle and this driver....The VW bus had no steering wheel, and the driver had no arms ! He steered with his feet and talked about his sailing experiences in the Bay of Islands....! On arrival in Nelson he opened and closed the sliding side door with his foot.....and wished me well, not once mentioning his disability. I have enjoyed many many unusual hitch hiking experiences over the years....but this remains the most remarkable of them all !
 
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Datum: 22.11.2014, 14:36
Name: Sonja Friedrich
Titel:
Eintrag: Also ich hoffe mir nimmt das niemand übel, eine richtige Erfahrung habe ich bisher noch nicht. Deswegen schreibe ich hier:

Ein Freund von mir kam auf die Idee zu versuchen ob man es schafft von Hannover nach Italien (Rom) zu trampen, weil es immer schon mal mein Wunsch war Rom zu Silvester zu sehen! - Ich habe nach einigen Plattformen im Internet gesucht, wo ein Forum zum austauschen ist, allerdings auch nichts konkretes gefunden.
Diese Homepage hat mir viele Fragen genommen und ich dachte vielleicht auch diese:

Haltet Ihr, als erfahrene Tramper, es wirklich für realistisch in insgesamt 7 Tagen von Hannover nach Rom zu tramen und zurück?

Meine näächste Sorge wäre dabei die Jahreszeit...im Winter irgendwo zu Campen weil man stecken bleibt klingt nicht so reizvoll ....

Über Couchsurfing haben wir sogar schon ein Schlafplatz für 3 Nächte. :)

Wäre klasse wenn mir jemand dazu eine Einschätzung geben könnte.
Falls der Post nicht gewünscht ist, dann Löscht ihn bitte.

Erreichbar unter: S_friedrich77@gmx.de

Vielen herzlichen DAnk schon mal dass Ihr einer nervösen erst-Tramperin helfen wollt :) !!

LG
 
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Datum: 25.07.2014, 00:20
Name: Max
Titel:
Eintrag: 3-wöchige Tramptour durch Frankreich, endete mit 3 Tagen in Paris bei Freunden... Das Heraustrampen aus Paris war der Horror, obwohl wir bereits eine halbe Stunde mit dem Zug in die Randbezirke gefahren waren. Etwa 100km mit einer Mitfahrgelegenheit und dann 6h im Umkreis von 500m verbracht... Egal, immer wenn es scheiße läuft wird man belohnt: An einer Péage-Station bei Sonnenuntergang von einem 30-jährigen mitgenommen. Er fragt wo wir heute schlafen (natürlich kein Plan), tätig kurz einen Anruf mit seinem Vater (lauschen mit, ein Wort "Chateau"?) und kurz darauf fahren wir über den Kies und den Wassergraben zum Chateau! Der Abend endet mit Champagner und leckerem Abendessen. Schlafen mit Fledermäuse und alten Reichsadlern aus Besatzungszeiten der Nazis... Am nächsten Tag gehts erst um 12.00 Uhr weiter, diesmal mit mehr Glück, d.h. 700km in 10h und wir waren zuhause...

Trampen immer wieder wunderbar!
 
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Datum: 16.07.2014, 10:38
Name: Nick Attwell
Titel: Hitch-hiking
Eintrag: Just to say I find walking backwards along a roadside is a quicker way to be picked up, as opposed to walking with your back to oncoming traffic. Drivers are able to see your face and are more likely to pick you up, especially if you have a friendly smile on your face.  
 
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Datum: 15.07.2014, 16:32
Name: Nick Attwell
Titel: Free Ride & B&B
Eintrag: Hitching at Keele (Staffordshire) services on the M6 heading north in the uk 1979 aged 18 with my then girlfriend Claire also 18 we were picked up by a middle aged woman in a Bentley. She was widowed and this was her husbands car. She enyoyed driving and this was one of her many excursions. That day she had decided to stop at Keele for coffee and saw us and stopped as she re-entered the motorway. She invited us to her house for the night offering to take us to our destination Lancaster University the next day. I am sure if I was not accompaied by Claire there is no way she would have stopped for a lone male (me) as she was a lone female so obviously she would have been wary. This is one of many lifts I have had both with a fellow hitchiker and alone.
 
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Datum: 20.06.2014, 10:54
Name: Nora
Titel:
Eintrag: Ich bin zusammen mit meinem Freund vorletzten Winter vom Rheinland in den Bregenzerwald getrampt zum Snowboarden. Die Hinfahrt lief wie am Schnürchen. Auf der Rückfahrt wollten wir noch Freunde von uns am anderen Ende vom Bodensee besuchen. Wir starteten auf einem verlassenen Autobahnparkplatz irgendwo vor Bregenz... Dieser Parkplatz schien verlucht zu sein, es kam einfach niemand vorbei und wenn welche vorbei kamen, dann waren sie bis oben hin vollgestopft. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ein Schweizer im schicken Schlitten. Ein Mann im Anzug stieg aus. Wir sprachen ihn an. Er hätte uns gerne mitgenommen, sein Weg führte jedoch bei der nächsten Abfahrt von der Autobahn herunter, so dass es uns nichts gebracht hätte mit ihm mitzufahren. Er war sichtlich verwundert darüber, dass wir auf diesem Parkplatz verweilten und fragte mehrmals warum wir denn kein Taxi nehmen würden. Wir versuchten ihm zu erklären, dass wir freiwillig trampten, doch das schien nicht in sein Weltbild zu passen. Wir verabschiedeten uns und er fuhr weiter. Auf der Auffahrspur bremste er abrupt, legte den Rückwärtsgang ein und fuhr relativ zügig zu uns zurück. Stieg aus, holte seine Geldbörse aus der Tasche, in welcher sich viiiele bunte Scheine befanden..holte einen 50er heraus legte ihn mir auf den Schoß mit den Worten "nehmt euch ein Taxi" und kaum das ich begriff, was da grad geschehen war, fuhr er schon wieder auf die Autobahn! :-) Kurz darauf nahm uns ein anderes Auto mit und wir gönnten uns von dem Fuffi zwei LTur Tickets a 26 € und fuhren von unseren Freunden am Bodensee mit dem Zug zurück ins Rheinland! :-)
 
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Datum: 16.05.2014, 02:47
Name: peter nolan smith
Homepage: http://www.mangozeen.com
Titel: editor
Eintrag: Valley Of Pot


August 1972 was five years past San Francisco’s Summer of Love. A college friend from Crane’s Beach and I had hitchhiked from Boston to the West Coast in 45 hours. A mutual girlfriend, Marilyn, was hostessing topless at a Barbary Coast strip club. 3 months’ tips paid a year’s tuition.

After a few hugs and kisses, the 19 year-old nursing student gave us the address of a crash pad. She had little time for us. Her boyfriend was a biker, the VP of the Skulls. It was obvious that Marilyn wasn’t fucking either of us this trip and the biker warned us to fuck off.

Rico was actually nice about it.

Marilyn said that she would see us in September.

Peter and I aimlessly wandered around the city; the defunct Haight-Ashbury, idyllic Golden Gate Park, and the fleshpots of the Barbary Coast. The hippies had been replaced by junkies and queers. Peter was a botany major and wanted to see the redwoods.

I called Marilyn to say ‘goodbye’.

The biker answered and said, “Like she said see you in September, but if you see me, it will be in hell.”

“Not me, but I’ll be fucking Marilyn in September. Fuck you.”

It was a brave challenge over a phone, but I didn’t feel safe until a pick-up gave us a ride across the Golden gate Bridge over to Sausalito. We traveled up Route 101 through the wine counties to the redwood forest. We slept surrounded by arboreal giants more ancient than Rome. The next day we reached Arcata in the early morning. A hippie coming south warned us against hitchhiking further north on 101.

“Rednecks and no rides. Could take you a week to reach Oregon.”

His adverse advice was accompanied by the paranoia aftermath of the shared joint. Peter and I headed inland through the Trinity Alps. 299 wound through steep-sloped valleys fortresses by wilderness evergreens. Willow Creek to Burnt Ranch to Big Bar to Junction City and finally Weaverville.

The town was miles from anywhere. An unspoken prosperity had enlivened the previously moribund Gold Rush town. The cars were new and the diners filled with hungry customers, mostly long-haired men in buckskins and tea shades. The waitress was a moonchild. Her smile promised a good time.

“Pot growers.” Peter whispered with admiration. We had financed this trip by the sale of two pounds of Jamaica Red. The town smelled of weed, sinsemilla to be exact.

“This is the ideal place to grow pot.” He looked at the steep hills surrounding the town.

Several heads turned our direction.

The townies were used to being discreet. I shrugged an apology. Outside of the street Peter and I discussed pooling our money to set up a marijuana plantation. $500 could grow into $1000. Next year maybe $100,000. I almost walked back inside the diner to ask the dealers for a job, but a roar of motorcycles shattered the town’s serenity.

A pack of Harleys rolled up to the diner. The hippie bon vivants greeted the leathered bikers as long-lost brothers. They looked like heavier versions of Rico. Only five years ago the Hell’s Angels had killed off the Age of Aquarius with the murder at Altamont Speedway during the Rolling Stones’ SYMPATHY FOR THE DEVIL. Weed growers and bikers glared at Peter and me with hostility.

I lifted my hand to indicate that we were leaving.

No one bothered to watch us go.

Peter and I tried out hands at dealing back in Boston. I was no good at it. Peter paid for his tuition and the following summer went out to San Francisco with Marilyn to work as a bartender in the strip club. Neither of them returned to college in the fall. I heard about them from other friends. They were living north of the Bay Area.

His one year of botany made him the Einstein of the marijuana growers. Several of his future strains were mentioned in HIGH TIMES magazine.

And I couldn’t have been prouder.

At least one of us had gotten to live the dream.
 
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Datum: 08.09.2013, 21:55
Name: Sue
Titel: Von Saint-Tropez nach Ostdeutschland
Eintrag: Ach ja... irgendwann auf der Strecke, wurden wir leider nicht richtig verstanden und statt auf einer Tankstelle an einer Mautstation im Süden Frankreichs rausgelassen. Es sah dort aus wie in der Wüste. Kein Strauch...irgendwo auf dem Parkplatz ein einziger dünner trockener Baum, Asphalt und Hitzewellen. Ein paar graue Felsen. Da standen wir dort, vier Stunden (es ist eig nicht so viel)in dem einzigen Schatten weit und breit, dem dünnen Streifen einer Straßenlaterne. Anfangs dachte ich es sei ein wenig aussichtslos, denn da waren mindestens 7 Spuren und die Autos fuhren viel zu schnell. Wir hatten kaum noch Wasser übrig, dort gab es auch keins - dort gab es eig überhaupt nichts - und langsam bekamen wir tierische Kopfschmerzen. ENDLICH nach eeeeewigem Warten, hielt ein großes schwarzes schickes Auto an. Ein sehr netter hübscher Mann nahm uns mit. Wir waren super glücklich und drinnen gab es auch eine Klimaanlage :)(Hier drinnen sahen wir das draußen 39°C waren) Obwohl meine Schwester mega angepis... vom langen warten war und irgendwie total unfreundlich, versuchte ich mein bestes zu geben und ein bisschen freundlich auf englisch zu reden. Im Nachhinein betrachtet, war er wohl einer der tollsten Menschen, denen ich je begegnet bin, er schenkte uns einen Edding, eine Melone und lud mich noch nach Paris ein. Als ich zuhause war, habe ich ihm noch eine Mail geschrieben, aber er hat sich leider nicht mehr gemeldet...
 
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Datum: 27.06.2013, 00:07
Name: sebus
Titel: münchen-dessau
Eintrag: ich war so um die zwanzig, als ich eine freundin aus unserer sachsen-anhaltinischen heimat dessau in ihrer studentischen wahlheimat besuchte. wie auch auf der hinfahrt wollte ich den rückweg ber anhalter zurücklegen; ich erinnerte mich mit freude an eine vorhergegangene fahrt auf der selben strecke, die ich in knapp fünf stunden in drei etappen geschafft hatte. doch diesesmal wollte es nicht so wirklich flutschen und als es so langsam, aber sicher dämmerte, stand ich nochimmer in bayern, auf einer raststätte. und nach was weiß ich wieviel anfragen hat mich dann doch tatsächlich ein recht wortkarger, aber nicht unfreundlicher älterer herr mitgenommen. als ich ihm erzählte von wo ich komme und wohin ich möchte, bestätigte er nur nickend und meinte, das wäre seine richtung. es wurde wenig geredet, aber es herrschte eine entspannte atmosphäre. kurz vor der heimatlichen zielausfahrt fand ich dann heraus, daß er, sowie ja auch ich, dessau als seine finale destination auserwählt hatte. wunderbar, dacht ich mir, innerhalb der stadtgrenzen habe ich seit eh und je sehr viele wege zu fuß zurückgelegt. und im laufe des darauffolgenden gesprächs, wir passierten das gelbe stadteingangsschild, ich erklärte ihm wo ich wohnte, und er nickte, da machte es auf einmal klick; und ich begriff: plötzlich erinnerte ich mich an den wagen. auf der raststätte, ich hatte kurz überlegt, die idee aber schnell ad acta gelegt, da er auch kein dessauer kennzeichen trug. doch nun war mir klar, wohin er wollte. in genau den stadtteil, indem auch ich zum damaligen zeitpunkt mit meinen eltern gelebt habe. und als er dann in die straße einbog, in der ich wohnte, meinte ich nur, er müsse sich keine umstände machen, aber da schüttelte nur den kopf und hielt vor einem haus im ersten drittel der straße, ich wohnte im letzten. wir stiegen aus, ich bedankte mich ausgiebig und er verabschiedete sich mit den worten "den rest schaffst du auch allein", dann verschwand er in seinem haus; und ich, zuerst ein wenig verdutzt, ging sodann fröhlich frei die letzten meter nach hause.
 
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Datum: 24.06.2013, 14:34
Name: Michael
Titel: Von Barcelona ins Vogtland
Eintrag: Für ein Uni Projekt musste ich nach Barcelona, die Uni zahlte die ersten 3 Übernachtungen und den Flug hin. Ich dachte mir wenn ich schon mal da bin bleib ich noch ein Stück und trampe dann heim. Meine Trampingerfahrungen beschränkten sich bis dahin auf Vogtland-Dresden und zurück ^^
Von Barcelona aus habe ich einen vom Hitchwiki empfohlenen Rastplatz angepeilt und dort begonnen die Fahrer anzusprechen. Nach gut 10 Minuten hat mich ein junges spanisches Paar mitgenommen, erstmal nur 100km bis Girona.
Am Rastplatz angekommen nahmen mit zwei Rumänen mit bis zum nächsten Rastplatz, kurz vor der französischen Grenze.
Hier schien mir der perfekte Ort zu sein, da der Rastplatz stark frequentiert war, doch irgendwie waren fast alle autos voll besetzt und als dann kurz vor dem Rastplatz ein Unfall war kamen keine Autos mehr nach.
Etwa 30 Minuten später gings dann doch weiter, mit einer jungen Spanierin die mich kurz vor Montpellier absetzte.
Nach nur wenigen Minuten hab ich hier 2 Argentinier und eine Polin getroffen, die auf dem Weg nach Marsaille waren und mich bis Nimes mitnahmen. Ich wurde während der Fahrt mit Cola, Bier und Schnitzel versorgt :)
In Nimes sprach ich dann einen Fahrer eines BMW mit Münchener Kennzeichen auf deutsch an, wie sich schnell herausstellte war er Australier und auf Europatour. Die Fahrt von Nimes bis Lyon war sehr unterhaltsam und ging sehr zügig. So langsam machte ich mir aber Gedanken, denn es war schon 21 Uhr.
Ich wollte in Lyon übernachten, entschied mich dann aber kurz vorher doch anders. Ich wurde an einer Raststätte abgesetzt an der ich erstmal einen Schreck bekam, alles war im Umbau, Tankstelle geschlossen, kaum Autos da, und kurz nach 21 Uhr wars auch schon.
Ich wurde von einem Tramper angesprochen als ich aus den Auto ausstieg. Er fragte mich wo ich denn hinfahre, woraufhin ich ihn an meinen australischen Lift verwies, der ihn dann bis Lyon mit rein nahm.
Ich wandte mich dem nächsten Fahrer zu, in diesem Fall eine junge Französin mit Kind. Ich sprach sie auf englisch an, ob sie mich mitnehmen würde, woraufhin sie mir sofort zusagte und mich Richtung Straßbourg mitnahm.
Nach 5 Minuten Unterhaltung auf englisch fragte sie ob ich aus Deutschland komme (deutsch-englischer Dialekt... wie immer). Ab diesem Moment unterhielten wir uns auf deutsch, da sie 10 Jahre in Deutschland lebte. Die Fahrt war super unterhaltsam und lustig, bevor sie dann etwa 23:30 gut 150km vor Straßbourg endete. Hier war ich nun, mitten in der Nacht, auf einem Rastplatz auf dem nichts los war, ganz toll.
Menschen waren genug da, aber die kamen alle mit einem Reisebus an und mit dem konnte ich natürlich nicht mitfahren.
Nach gut 10 Minuten sprach ich ein französisches Ehepaar an, die mich gern bis Straßbourg mitnahmen.
Und sie sprachen deutsch, also eigentlich elsässisch, aber irgendwie versteht mans schon.
Der 40-jährige Mann war Taxifahrer und fuhr entsprechend routiniert. Er empfahl mir, mich an den letzten Rastplatz vor Straßbourg zu stellen, da dort viele nach Karlsruhe fahren würden, also tat ich das.
Es war inzwischen kurz nach 1Uhr nachts und diese Raststätte war alles andere als gut besucht. Alle 5 Minuten kamen mal so 2 Autos mit Jugendlichen, die sich an der Tankstelle Bier kauften um dann weiter nach Straßbourg rein zu fahren. Nach etwa 40 Minuten gab ich hier auf und fragte einen jungen Franzosen ob er mich nach Straßbourg rein mitnimmt, nach Karlsruhe fuhr hier am Sonntag um 1:30 niemand.
In Straßbourg angekommen war ich soweit, ich wollte den Zug nehmen. Der Bahnhof war aber bis 5 Uhr geschlossen, also dachte ich mir ich laufe nach Deutschland, das waren so 10km.
Kurz vor der Grenze sprachen mich einige Franzosen an, wo ich denn hin will und luden mich ein mit ihnen zu feiern.
Da ich um diese Uhrzeit keine Chance auf einen Lift sah, hielt ich mich also bis etwa 6 Uhr in einer französischen Disko auf, bevor ich zur nahegelegenen Araltankstelle aufbrach.
Von hier nahm mich ein Kurierfahrer bis zur Auffahrt Rottweil an der A81 mit, auch eine ganz blöde Stelle, Sonntags frühs. Ich lief also 5 km durch den Wald und überquerte die Neckartal Autobahnbrücke zu Fuß, bis ich den Rastplatz erreichte.
Ein Rumäne und ein deutscher nahmen mich 50km bis zum nächsten Rastplatz kur vor STuttgart mit.
Von dort fuhr ein junger Mann bis kurz vor Nürnberg, er meinte er hat es eilig, kam mir nur Recht, ich wurde nach über 20 Stunden Reisezeit so langsam müde.
Ist man kurz vor Nürnberg und möchte Richtung Hof, muss man an 3 Kreuzen vorbei, alle fahren wo anders hin, nur nicht da wo ich hin wollte.
Letztlich nahm mich ein älteres Ehepaar im Bulli mit bis kurz hinters Dreieck A9 A72, ich war auf meiner Heimatautobahn :)
Nach 5 Minuten in der Auffahrt nahmen mich 2 Russen mit bis Treuen, die beiden waren doch sehr verblüfft als ich sagte ich komme gerade aus Barcelona.
Von Treuen gings dann nach kurzer Wartezeit weiter bis fast direkt vor die Haustür.
Alles in Allem waren das 1750km in fast genau 24 Stunden, in 13 verschiedenen Autos.
Meine erste Langstrecken Trampingerfahrung und es war echt toll. Danke an all die netten Menschen da draussen  
 
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Datum: 12.03.2013, 15:53
Name: Inge Thoms
Titel: Reisebekanntschaften: Bruno Apitz
Eintrag: Leipzig, Abfahrt Merseburg (Zustand 1961). In der Auffahrt kommt ein Moskwitsch langsam um die Kurve. Hält, als er eine Tramperin sieht, oder will er sich nur orientieren?
Das Mädchen spricht den Fahrer an. " Nach Weimar?" "Ich fahre nach Weimar, will aber ganz langsam fahren, das wird Ihnen nichts nützen." "Das würde mir nichts ausmachen, aber so könnte ich mit e i n e m Fahrzeug ans Ziel kommen." Nach einer Denkpause willigt der Fahrer schließlich ein. Das Mädchen bedankt sich erleichtert. Am Steuer ein Mann um die sechzig, schlank, eher klein.
"Sie sind Studentin?" "Ja." " Was studieren Sie?" "Germanistik." "Dann kennen Sie sicher – 'O Gott, was kommt jetzt, eine Prüfung?' - den Roman 'Nackt unter Wölfen’?"' " Ja, natürlich." "Den hab ich verbrochen." "Was, verbrochen, … dann müssen Sie Bruno Apitz sein." "Mhm." Der Studentin stockt der Atem. "Ich sitze bei Apitz im Auto?! Unglaublich!" Dessen Buchenwaldroman war zwei Jahre zuvor erschienen, auch als Fortsetzungsroman. Jeden Tag wurde die Tageszeitung erwartet, heute würde man von Bestseller sprechen. Auch sie gehörte natürlich zu den Lesern dieses Erfolgsromans, sie sagte dem Autor, dass sie das Schicksal des Buchenwaldkindes sehr berührt habe. Er erzählt, dass Vorbereitungen zur Verfilmung laufen und er deshalb nach Weimar fahre. Da der Leser eine bestimmte bildliche Vorstellung von einer Figur entwickle, jeder noch dazu ein anderes Bild, gäbe es Schwierigkeiten mit der Besetzung der Schauspieler. Das Gespräch kommt allmählich in Fahrt. Er erzählt von seinem Leben, z.B., dass er eine junge Frau habe und er mit ihr oft übermütig herumtobe. Schließlich habe er viele Jahre seines Lebens in Gefängnissen gesessen, so auch in Buchenwald. Er habe jetzt einfach viel nachzuholen.
Die Studentin erfährt auch, dass er Geige spielt, in seiner Jugend aufs Konservatorium wollte. Aber einem Freund zuliebe erlernte er dessen Beruf (Stempeldrucker). Beim Schreiben spiele er zwischendurch mal auf seiner Geige. Allmählich fahren sie durch hügelige Gegenden. Es ist Bilderbuchwetter, er zitiert Goethe: "Wie herrlich leuchtet mir die Natur…"
Das junge Mädchen kennt die Vertonung und fällt mit ihrem Gesang ein, und schon singen sie beide. Hochstimmung. An der Rasstätte Teufelstal Halt. Die Studentin bekommt eine Privatvorlesung mit Erläuterungen zur Entstehung der Erzählung "Esther". Vorläufiger Höhepunkt: Apitz steigt aus und sucht etwas auf dem Boden, kommt schließlich mit einem kleinen Stein schenkt ihn ihr. Sie solle ihn aufbewahren. Er solle sie daran erinnern, dass manches, was zunächst unscheinbar wie dieses Straßensteinchen sei, sich in Wirklichkeit als sehr wertvoll herausstelle.
Die Fahrt geht weiter. Der Magdalaberg - eine steile Berg- und Talfahrt. Er, mit Blick auf die vorbeifahrenden Autos: "Wollen wir den fressen?" "Ja." Und sie überholen sie alle. Bis…ja, bis sie plötzlich lesen: "Abfahrt Erfurt". Sie sind zu weit gefahren. Was nun? Ab, übern Grünstreifen und zurück. In Weimar bis zum Ziel der Studentin- vor die Tür eines Freundes.
"Bruno Apitz hat m i c h gefahren!"

 
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Datum: 24.02.2013, 17:27
Name: Luna
Titel:
Eintrag: Ein Freund und ich sind in drei Tagen von Würzburg nach Vilnius (Litauen) getrampt. Alle Geschichten die wir unterwegs erlebt haben, hier aufzuzählen wäre wohl zu viel. Also hier beispielhaft eine Kleine:
Während wir an unserem ersten Tag von Würzburg nach Berlin mit Erstaunen feststellten wie angenehm freundlich, unterhaltsam und aufregend das Trampen mit Deutschlands freundlichen Autofahrern sein kann, mussten wir bei dem Versuch von Berlin nach Warschau zu kommen, leider resigniert feststellen, dass es nicht immer so glatt läuft. Nachdem wir zugegebenermaßen viel zu spät, gegen Mittag, in Berlin aufbrachen, waren wir zunächst überglücklich das wir schon ziemlich bald auf einen Mann trafen der uns von Berlin nach Fürstenwalde mitnahm. Noch beschwingt von dem Glück das wir bis dahin hatten, standen wir an einer Tankstelle in Fürstenwalde und lächelten zunächst allen Autos herzlichst entgegen. Leider schienen die Bewohner von Fürstenwalde nicht ganz so aufgeschlossen gegenüber Trampern, wie wir es bis dahin gewohnt waren. Die meisten schauten uns nur mit Blicken an, die Dinge wie Mitleid, Missbilligung oder nahezu Ekel ausdrückten. Andere versahen auch mit Gesten die eindeutig zum Ausdruck brachten das sie von Trampern wohl nicht allzu viel halten. Nach dem wir so eine Stunde an der Tankstelle warteten, beschlossen wir mit einem inzwischen eingefrorenen Lächeln auf dem Gesicht Richtung Autobahn zu laufen. Nach einer weiteren Stunde fingen wir an zu bereuen erst so spät losgefahren zu sein, schließlich war die Wahrscheinlichkeit heute noch in Warschau anzukommen mittlerweile recht klein. Wir beließen es nun auch nicht mehr bei einem Lächeln, sondern holten unsere Gitarre raus und sangen, hüpften auf und ab und riefen und winkten Autos hinterher. Eigentlich machten wir das vor Allem um uns zu motivieren nicht aufzugeben, doch tatsächlich fruchtete diese offensivere Herangehensweise und ein blaues kleines Auto, dem wir flehend hinterher gerufen haben, kehrte nach einigen Metern wieder um und fragte uns ob wir mitfahren wollen. In dem Auto saßen zwei junge Frauen, deren äußeres Erscheinungsbild recht alternativ wirkte. Das Auto war schon recht mitgenommen und hatte leider nur noch auf dem Fahrersitz einen funktionierenden Gurt. Doch insgesamt wirkte das, untermalt von dem authentischen Berliner Dialekt der beiden, sehr sympatisch. Die beiden waren auf dem Weg nach Slubice um günstig Zigaretten zu kaufen. Sie erklärten uns auch das in einem Ort wie Fürstenwalde Tramper mit Sicherheit nicht gerne gesehen sind. Wir hätten bestimmt noch eine Weile gewartet. Als wir dann nachmittags in Slubice angekommen waren, dachten wir zunächst wir seien im Tramper-Paradies, denn lange LKW-Reihen schlängelten sich durch den gesamten Ort. Autokennzeichen von Warschau, machten uns große Hoffnung hier eventuelle direkt zu unserem Reiseziel mitgenommen zu werden. Leider hatten wir uns in diesem Punkt sehr geirrt. Zwei Stunden liefen wir mit unserem Gepäck am Straßenrand entlang und wurden von einem LKW-Fahrer zwar freundlich aber bestimmt abgelehnt. Es dämmerte langsam und wir fingen an auf Raststätten und bei Tankstellen Fahrer direkt anzusprechen die Pause machten. Immer wieder wurde uns von polnischen Fahrern erklärt das ihr Arbeitgeber es ihnen verboten hatte Tramper mitzunehmen. Und an einem Ort wie diesem, an dem so viele andere LKW-Fahrer zugegen waren die gesehen hätten, dass man uns verbotenerweise mitnimmt, würde sich wohl keiner trauen, uns trotz des Verbots mitzunehmen. Es wurde immer dunkler und wir waren etwas ratlos und die Motivation verließ uns zunehmend. Schließlich entdeckten wir einen Bahnhof und beschlossen, bevor wir die Nacht in diesem doch recht überschaubaren Ort verbringen müssten, etwas zu mogeln und mit dem Zug zunächst von Slubice nach Frankfurt (Oder) und dann von Frankfurt mit dem IC nach Warschau zu fahren. Nach fünf Stunden Zugfahrt kamen wir gegen Mitternacht in Warschau an und ließen uns vom Taxi zu unserem Hostel fahren. Und die Moral von der Geschicht, in Slubice trampe nicht  
 
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Datum: 14.02.2013, 15:09
Name: Anika
Titel: Zwei Erlebnisse...
Eintrag: Nun, ich trampe größtenteils mit meinem Freund zusammen, ob nun vom einen Dorf zum anderen oder aber auch größere Strecken während der Ferien um die Welt zu sehen. Er hat mich vor etwa einem Jahr ans Trampen herangeführt und ich finde es echt toll und zusammen haben wir auch schon so einige Erlebnisse hinter uns.
Vor allem zwei Erlebnisse haben mich sehr geprägt:

Das erste war in den Sommerferien 2012:
Wir sind von Leipzig aus nach Basel zu meiner Schwester getrampt, nach einigen Tagen Aufenthalt eigentlich durch einen Zufall nach Italien. Dann wollten wir unbedingt an die Cote d'azur. Also sind wir über die Alpen wieder durch die Schweiz nach Frankreich gefahren. Kurz nach der französischen Grenze standen wir auf einem Rasthof und sprachen Leute an, ob sie in die Richtung fahren und uns mitnehmen könnten. Nach einige Zeit fanden wir jemanden. Er hieß Matthieu und hatte einen Mercedes Sprinter, also so einen Kleintransporter. Den Transportraum hinten hatte er sich aber praktisch zu einer kleinen Wohnung ausgebaut, mit Bett und ein durch Pumpe angetriebenes Waschbecken. Er meinte, er fährt nur bis Avignon, aber könne uns zumindest bis dahin mitnehmen. Um einen Stau auf der Autobahn zu umgehen, fuhren wir über kleinere Orte und machten immer wieder Pausen, Matthieu schien es nicht eilig zu haben. Wir aßen uns auf einer Apfelplantage den Bauch voll und klauten ein paar Maiskolben von einem Feld.
Nach einiger Zeit sagte Matthieu auf einmal, dass er Lust hätte mit uns an die Cote d'azur zu kommen. Im Gespräch erzählte er uns, dass er ein freier Mann sei und keinen Zwängen unterliegt. Das Auto war sein zu Hause. Ziemlich genial, fand ich. Nachdem wir also noch ein paar Dinge zu Essen eingekauft hatten, fuhren wir an einen wundervollen Ort an der Cote d'azur: Camargue! Überall waren weiße Pferde, Flamingos und Bullen. Es war wunderschön! Matthieu grillte mit uns zusammen und wir tanzten bis in die Nacht am Strand bis wir von den durchaus aggressiven Mücken zerstochen wurden. Wegen den Biestern haben wir auch kaum ein Auge zugemacht in der Nacht, da mein Freund und ich draußen geschlafen haben.
Am nächsten Tag sind wir mit Matthieu zusammen nach Avignon gefahren, haben ein bisschen die Stadt angeguckt und uns mit Leuten aus einem Kloster unterhalten, wo Matthieu ab und zu arbeitet. In der Nacht durften wir sogar in seinem Transporter schlafen, weil er selbst im Kloster schlief. Am nächsten Tag mussten wir leider Abschied nehmen, weil sich die Ferien auch schon langsam dem Ende neigten und wir wieder nach Deutschland mussten... Aber das war auf jeden Fall eine wirklich tolle Bekanntschaft und wir sind bis heute noch befreundet und wollen uns im Sommer wieder sehen.

Das zweite Erlebnis ist erst ein paar Wochen her:
Wir sind wieder zu meiner Schwester nach Basel getrampt während der Winterferien allerdings. Wir sind erst von Leipzig nach München getrampt und haben da bei dem Onkel meines Freundes übernachtet und am nächsten Tag sind wir dann weiter gefahren. Es ging gut voran, wir wahren kurz vor Zürich auf einem Rasthof und sprachen wieder die Leute an. Auch einen südländisch aussehenden Mann fragten wir, obwohl das Auto schon relativ voll aussah, es waren mit ihm schon drei Leute drin. Er sagte erst, dass er nur nach Zürich reinfährt, was uns nicht viel gebracht hätte. Wir wollten gerade zum nächsten gehen, da sprang er auf einmal wieder aus dem Auto und kam zu uns. Er sagte, er bringt uns jetzt zum Züricher Hauptbahnhof und bezahlt uns Zugtickets nach Basel. Wir meinten, dass dass nicht nötig wäre und dass wir sicher noch jemanden finden, der nach Basel fährt, doch der Mann bestand darauf. Wir stiegen also ins Auto. Es lief so eine türkische Musik, das hat total gute Laune und wärmere Gedanken gemacht und die Leute (die übringens aus dem Kurdistan kamen) waren total freundlich. Als wir am Bahnhof angekommen waren, stieg der Fahrer aus und lief direkt zum Fahrkartenschalter. Ich hatte schon Angst, dass er auf einmal merkt, dass die Tickets viel teurer sind, als er vllt gedacht hatte (ein Ticket= umgerechnet ca 30€). Aber er bezahlte total lässig mit einem 500€-Schein! Wir waren total baff. Er fragte meinen Freund, ob er noch genug Tabak hätte. Obwohl er bejahte, kaufte er ihm noch ein Päckchen. Dann fragte er uns, ob wir Hunger hätten. Wir sagten, dass wir Proviant mit dabeihaben und nicht brauchten, trotzdem kaufte er uns noch ein Sandwich und gab uns für den Tag noch 20 Franken mit (=15-18 Euro..) Er meinte, er tut das für Allah. So ein Glück muss man erst mal haben. Wir standen total perplex da und konnten es nicht fassen. Schade, dass ich seinen Namen nicht weiß, ich hätte mich gerne noch mal richtig bei ihm bedankt.

Nächstes Jahr wollen wir eine längere Weltreise machen, dann bin ich auch mit Schule fertig und kann mir richtig Zeit nehmen. Bin schon gespannt (:
 
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Datum: 12.07.2012, 20:43
Name: Schocky
Titel: Strecke: Wien - Leipzig
Eintrag: Der Horror. Ok, nicht ganz aber dennoch echt Panne. In Wien ging es an einem sonnigen Dienstag los, keine 10 Minuten und zack, schon der erste Ritt mit einem sehr redseeligen Menschen Richtung ST.Pölten. diese Raststätte hatte ich noch sehr gut von der Hinfahrt nach Wien im Gedächtnis. Drei Stunden im Dunkeln warten, dazu strömender Regen...
Diesmal aber nach ca. 20 Minuten schon der nächste Nette Mensch, ein älterer Herr, der mir von seinen Urlaubserlebnissen in Rio erzählte, recht amüsant. In Linz angekommen dauerte es leider ca 1 und eine halbe Stunde bis sich ein echt cooller Trucker aus Ungarn bequatschen ließ, mit Ihm und nem Sack voll toller Stories ging es bis kurz vor Nürnberg. Kreuz Nürnberg, beschissene Ecke, vorallem wenn man auf die A9 richtung Berlin möchte. Leider ließ sich an diesem Tag nichts mehr organisieren und deshalb suchte ich eine Schlafmöglichkeit, da es auch zu regnen begann. Wer von euch einmal auf die Raststätte Jura kommt und nicht mehr weiter weiß, auf dieser Raststätte gibt es einen Verbindungsgang zur anderen Autobahnseite, der ist wahrscheinlich nicht mehr in benutzung, zumindest hat es den Anschein, fix über das Hüfthohe geländer gesprungen und Zack, einem trockenen Schlaf steht nichts mehr im wege. Der nächste Tag begann mit regen, welcher aber dann direkt von sonne abgelöst wurde, dann war es das aber auch schon....keiner wollte halten, irgendwann nach einer geschätzten ewigkeit gab es dann doch jemanden der mich bis nürnberg mitnehmen wollte, aber zu eifrig war und daran vorbei gerauscht ist, nun stand ich in der nähe von erlangen, ziemlich öde......ich mich also auf den weg gemacht in erlangen wenigstens die autobahn nach bamberg zu erwischen......auf der bundesstraße nach erlangen dann der totale rotz, am hellen tag mitten auf der bundesstraße wurde ich von zwei matschbirnen überfallen und meines letzten geldes sowie der ec karte beraupt, tag im arsch......noch schöne 5 stunden zeugenaussage und sinnloses gequatsche auf dem erlangener polizeirevier....dann war es auch schon mitternacht, zumindest wurde ich noch nach nürnberg zurückgefahren und konnte am hauptbahnhof noch für wenige stunden die augen schliessen, am nächsten morgen ging es direkt zum autobahnzubringer, und da hielt leider auch keiner so dass ich knapp 10 km zu fuß bis zur auffahrt gehen durfte, schön mit 25 kg gepäck auf dem buckel....naja, angekommen stand ich keine 5 minuten und wurde von einem netten päärchen bis zum hermsdorfer kreuz mitgenommen, dort auch nur geschätzte 30 minuten gestanden und direkt bis leipzig gefahren wurden......an und für sich ein nervenaufreibender trip, den ich jedoch so schnell nicht vergessen werde
 
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Datum: 26.05.2012, 23:44
Name: Olli
Titel:
Eintrag: Strecke: Brenero (Südtirol) - Paderborn

Für mich war es die erste, aber bestimmt nicht letzte "Langstrecke" per Anhalter gewesen.
Um meine damalige Freundin in Brenero zu besuchen, bin ich zunächst per Mitfahrgelegenheit hin und wollte dies auch zurück tun. Nur wurde ich "glücklicherweise" direkt am Treffpunkt versetzt. Kurzerhand entschloss ich mich den Daumen zu benutzen und wurde auch direkt bis Insbruck (guter Tipp: Innsbruck Süd aus/zusteigen) von einem Russland-Östereicher (komisches Wort) mitgenommen. An der Tankstelle I.-Süd hatte ich nicht mal Zeit für kleine Jungs zu gehen, denn eine sehr nette junge Insbruckerin hielt an. Sie wollte zwar nach Salzburg, jedoch war ihr der Umweg über München völligst schnuppe. Ihre Eltern haben ein Hotel und sie ist Bergführerin. Sehr nett und super vertrauensseelig. Denn bei einem Tankstopp liess sie sowohl ihre Schlüssel, als auch ihre Geldbörse mit mir zusammen im Auto. Von München aus dauerte es wieder keine 5min und ein alter Passat mit PB-Kennzeichen hielt an und fuhr mich auf direktem Wege nach hause. Südtirol-Paderborn in knapp 7 Stunden. Nächstes WE nehme ich mal Paderborn-Amsterdam ins Auge. Ich bin gespannt und freue mich ...
P.S.: Noch ein kleiner Tipp. Ein Buch in der Hand wirkt auf viele "anziehend", was mir viele Fahrer/-innen schon bestätigten  
 
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Datum: 02.03.2012, 16:59
Name: Carsten
Titel: Meine Erlebnisse....
Eintrag: Trampen...
Wer kann sich nicht an die vielen Tramper erinnern??
Habe sooviele auf dem Urlaubsreisen im Rhonetal in Frankreich oder im Rheintal zwischen Mannheim und Mulhouse in der schweiz an der jugoslawischen Küste oder in Italien....
Viele auch auf den Landstrassen in Mittelfrankreich (Massif Central,Cevennen)..

Selber als Tramper:
Bin als Tramper oft in den 80-ern und 90-ern von Heilbronn ins Hohenlohische gefahren.
Bin auf Bulldogs,Mofas Motorrad und auch auf einem Trike mitgefahren.
Rekordzeit von Heilbronn nach Schwäbisch Hall 1996 5 stunden (mit das letzte Mal wo ich als Tramper fuhr!)

Aber ich habe auch gefährliche Sachen erlebt:
1990 als meine Schwester und ich einen Anhalter mitnahmen,der seine Jacke "liegenliess" im Auto..Wir fanden darin eine abgeschnittene Handschelle und ein blutverschmiertes Messer..
Oder 1988 ein Anhalter mit Revolver auf einem abgelegenen Wanderparkplatz bei Öhringen...
Aber die schönen Erlebnisse überwiegen..

Aber eine Sache geht mir bis heute nicht aus dem Kopf..
1992.Ich erinnre mich an ein Mädchen das ca. 17 war und mitfuhr 200km in Südfrankreich sie war verheult und redete deutsch..ab und an sagte sie "hoffentlich erwischt man mich nicht" leise vor sich hin,ich tat als wenn ich Franzose bin,sie redete nur wenig französisch..sie sagte einmal dass sie weg will von da wo sie herkommt..
Sie war mit Rucksack und verrammelten klamotten darin im auto gesessen..ich hatte Mitleid mit ihr..
Was aus ihr wurde??
Ich weis es nicht aber vom Aussehen her und von ihrer rt war sie etwas besondres..sehr senibel und "NICHT für die Strasse geeignet",wenn ich das so sagen darf..
 
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Datum: 26.02.2012, 20:53
Name: Henrik
Titel:
Eintrag: Ich bin von Frankfurt nach Montpelier mit nem Billigflieger geflogen und von da aus weiter mit dem Zug nach Bordeaux. Meine Ex war damals dort und machte einen mehrmonatigen Sprachkurs. Ich wollte sie besuchen. Ich hatte kein Rückflugticket, wollte einfach spontan entscheiden, wie und wann ich zurückkommen würde. Als es dann soweit war, stellte ich mich an die Straße. Meine Französischkenntnisse beschränken sich auf die wichtigsten Wörter und Zahlen. Eine Familie hielt an. Die platzierten mich hinten zwischen die Kinder und sprachen fröhlich französisch mit mir. Sie nahmen einen Umweg extra in kauf, um mich zur Autobahnauffahrt zu bringen. Der nächste Lift war ein Geschäftmann, der fast kein Englisch sprach. Wir kamen trotzdem gut zurecht. Ein LKW-Fahrer brachte mich bis kurz vor Nimes, wo ich neben der Autobahn in den Felder schlief. Der beste Lift war dann ab Avignon. Nen junger Typ, hatte vorher noch nie nen Tramp mitgenommen. Fuhr mit einem unglaublichem Tempo auf die Zahlstellen an der Autobahn zu, bremste erst im letzten Augenblick ab. Das wiederholte sich an jeder Zahlstelle. Der nahm mich mit bis in die Schweiz (dabei wollte ich dort ursprünglich gar nicht hin). Warum nicht, dachte ich. Im Höllentempo war ich dann in Neuchatel. Von da ab bin ich mit der Bahn nach Basel, dort zu Fuß über die Grenze und in Deutschland wieder hoch nach Frankfurt getrampt. Hat alles in allem zwei Tage gedauert und ich erinnere mich noch gerne daran zurück.
 
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Datum: 23.12.2011, 19:26
Name: Gonko
Titel: Kurzstrecken in Niederbayern
Eintrag: Früher Fernstrecken getrampt. Heute dann und wann Kurzstrecken irgendwo in der niederbayerischen Provinz.

Die B12 zwischen München und Passau ist eine schwierige Strecke. Der LKW-lastige Verkehrsmix (Schlangenbildung!) ist wohl Gift für jeden Tramper. Das liegt gewiß auch daran, daß die Fahrer geduldsmäßig stark strapaziert, terminmäßig unter Druck und oft genug auch ansonsten angefressen sind.

Auf den Nebenstrecken (etwa im Raum Passau/Rottal/Inn trifft man verkehrsmäßig das Gegenteil davon an. Dort sind aber ausgemachte Provinzler unterwegs, die sich jede SokoSendung reinziehen und damit jeden Unbekannten für kriminell halten. Auf ihren Standardstrecken nehmen die Dich keinen Kilometer mit.


Auf diesen Nebenstrecken ist man sodann viel auf Schusters Rappen unterwegs. Plötzlich hält dann doch einer. Und: Typischerweise ein Russe. Auf der B12 ebenso!

Im Laufe der Zeit gewinnt man den Eindruck, daß die Russen deutschen, speziell altbayerischen Provinzspießern (jung und alt) in puncto sozialer Intelligenz haushoch überlegen sind. Sie sind dementsprechend auch kommunikativ besser drauf.

Wie es in Rußland mit Trampen aussieht, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen. Man möchte meinen, daß dort auf Fernstrecken weniger Verkehr herrscht. Die Fahrzeugdichte pro Bevölkerung dürfte jedenfalls niedriger liegen. Wenn man dort aber einen Lift bekommt, dürfte es roadmoviemäßig vielleicht sogar spannender als bei uns sein. Wer hat es denn schon mal probiert?  
 
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Datum: 13.12.2011, 15:17
Name: Manuel
Titel:
Eintrag: Ich habe diesen Sommer ja mal das beste erlebt, was man kann! Ich bin mit dem Flugzeug von Zürich nach Honningsvag (Nordkap in Norwegen) geflogen und von dort per Anhalter wieder nach Hause. Landschaftlich echt beeindruckend, nur zu empfehlen. Ich bin von Honningsvag in Richtung Süden direkt nach Finnland getrampt, und von der Stadt Tornio über die Grenze nach Schweden, der Küste entland nach Stockholm, von dort quer Feld ein nach Helsingborg, mit der Fähre nach Dänemark und Kopenhagen und von dort in Richtung Süden über Fehmarn, Lübeck, Hannover, Kassel wieder in die Schweiz. Aber das beste war die Strecke Lulea-Stockholm! Ich stehe da am Strassenrand und warte ausserhalb von lulea auf einen Autofahrer. Plötzlich hält ein richtig tolles Auto an (mit schwedischem Diplomatenkennzeichen), drin sitzt ein Mann mit Anzug und fragt auf Englisch, wohin es gehen soll. Ich sage "Stockholm" und er nur kurz: "Einsteigen!" und ein Lachen dabei. Unterwegs fragt er mich nach meinem Woher und Wohin udn es kommt raus, dass er amerikanischer Diplomat ist und als Wirtschaftsattacheé in der Amerikanischen Botschaft in Stockhom arbeitet, dass er früher Pfadfinder war und nach seinem Schulabschluss mal von Vancouver nach San Francisco getrampt sei. Es war echt eine tolle Fahrt! Er wusste auch sehr viel über Schweden und Stockholm. (Übrigens, die Strecke Lulea-Stockholm ist ewig lange: Danke, dass er mich DAS ALLES gefahren hat!) Als wir in Stockholm waren fargt er mich , wo ich übernachten will. ICh antworte nur: "Don't know yet" (deutsch: Ich weiss es noch nicht!" Also sagt er, er könne mir eine Unterkunft verschaffen udn wir fahren zur Amerikanischen Botschaft. Dort lässt er mich rein udn sagt, ich solle es mir gemütlich machen, die Isomatte ausrollen udn mich für die Nacht einquartieren. In irgendeinem Büro habe ich mich also breit gemacht. Kurz danach kam er udn fragte, ob ich Hunger habe und er ist dann mit mir und seiner Familie in einem Restaurant mit typischen schwedischen Gerichten essen gegangen. Die Frau war ebenfalls echt nett und voll begeistert. Danach setzte er mich wieder in der Botschaft ab und ich bin schlafen gegangen. Am nächsten Morgen kam er wieder mit der Haushälterin, brachte Kaffee und Frühstück und stellte mich dem Botschafter vor! Den kann man sich übrigens als den Ami schlechthin vorstellen: Etwas dicker, breite schultern udn freundlich  
Und als wir ein nettes Gespräch hatten, musste ich aber schon weiter. Der Herr Wirtschaftsattacheé war aber gar nicht begeister, zeigte mir die Stadt und auch die Geheimtipps der Stadt, erzählte viel über die Geschichte Schwedens und so blieb ich einen Tag länger udn noch eine Nacht in der Botschaft!Am nächsten Tag brachte mich dann der Diplomat extra bis zu einer Autobahnauffahrt, die in meine Richtung ging, wünschte mir alles Gute, gab mir noch 200 schwedische Kronen (ich weiss nicht, wie viel Euro das sind, aber nicht sooo wahnsinnig viele) udn meinte, ich wäre jederzeit willkommen, wenn ich mal wieer in Stockholm wäre, er würde mir auch die Stadt zeigen, ich könne bei ihm wohnen usw. Dann eine herzliche Umarmung von ihm und er fuhr wieder zurück. Da sage ich nur: Danke Amerika!   
 
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Datum: 01.09.2011, 19:02
Name: Alex
Titel: Köln-Schweden und zurück
Eintrag: Am Anfang dieser Sommerferien hatte ich noch rein garnichts zu tun, drum packte ich meinen Riesenschlepper voll mit Zelt, Gaskocher und co. und schwang ihn mir auf den Rücken. Kurzerhand mit einer Mitfahrgelegenheit nach Hamburg. Auf der frühmorgendlichen Fahrt war gutes Wetter und da fasste ich den Entschluss einen Freund zu besuchen, der in Südschweden Urlaub machte.
Hamburger Berge ließ ich mich rauswerfen, traf den Goa-Fan-LkW-Fahrer, der brachte mich nach Flensburg (nach ein paar Stunden Wartezeit zwar, aber neben den ganzen Wackengängern war der mir doch am liebsten). Ehe ich mich versah war ich dann auch schon in Dänemark. Ungelogen: an keiner Stelle der E20, an der ich mein Schildchen hochhielt, stand ich länger als 10 Minuten. Sprich gegen Mittag des 2. Tages saß ich schon hinter den schwedischen Gardinen im Auto eines Hostelmitarbeiters aus Malmö. Die nächsten 6 Tage bin ich kreuz und quer durchs PippiLangstrumpf-Paradies getrampt/gewandert, gottlob das Jedermannsrecht. Dies war jetzt meine erste Trampreise, und ich hatte das Glück dass in Südschweden allerlei loswar. All die netten Menschen die mich mitgenommen haben waren unterwegs zu historischen Segelrennen und den abstrusesten Musikfestivals (Dudelsäcke in Halmstad und kostenloser Jazz in Ystad haben mich echt beeindruckt!).
Zum Abschluss ein einsames Feuer an der Ostseeküste und dann nach Köln zurück. Das ist Urlaub wie ich ihn brauche :D An dieser Stelle möchte ich mich mal bei den ca. 30 Leuten bedanken die ich kennengelernt hab und dem Forum danken dass ich es gefunden habe, so einige Tipps werde ich mir in den Herbstferien nach Frankreich in Erinnerung rufen.

 
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Datum: 16.06.2011, 00:30
Name: Daniel
Titel: verliebt in die Kassiererin
Eintrag: An einem Freitag bin ich auf dem Rasthof Kassel gelandet und wollte auf der A7 weiter Richtung Süden. Aufgrund einer Baustelle war die Abfahrt zur Raste aber leicht zu verpassen (auch derjenige, der mich dort abgesetzt hat, ist zunächst vorbeigefahren und über Ausfahrt Guxhagen zurück). Kurz gesagt, es war dort tote Hose - für einen Freitagmittag eher ungewöhnlich. Ich habe mir also einen Kaffee gegönnt und dabei ein bisschen mit der Kassiererin geklönt... naja, geflirtet. Zwischendrin immer wieder bei den spärlich vorfahrenden Autos nach Richtung und Strecke gefragt. Jedenfalls war ich gegen jede Regel mal dankbar für jede Absage á la "fahre nächste Auffahrt raus" bzw. die üblichen Ausreden - denn, so hatte ich erfahren - die junge Dame hatte um halb zwei Feierabend. Langer Rede kurzer Sinn: Um eines Abenteuers willen hätte ich meine Reise um Stunden, ach was, Tage unterbrochen. Als die Zeit um war, habe ich sie danach gefragt - aber natürlich hatte sie einen Freund, "und der hätte bestimmt was dagegen". Kann ich gut verstehen, und vielleicht hat mir nur diese Info noch gefehlt (und sooo unwiderstehlich ist meinereiner nun auch wieder nicht :-§). Wie dem auch sei, war meine Moral nach diesem Abschied am Boden zerstört: Am Platz nur pausierende LKW, deren Fahrer regelmäßig "nix verstehn" murmelten, kaum frischer Zulauf, und weit und breit kein hübsches Gesicht mit feurigen Augen. Und dann, völlig überraschend, spricht mich einer an, den ich beim ersten Hinsehen auch für einen Slowaken, Rumänen oder wasweißich gehalten hatte: Peter bot mir einen Platz im Tanklastzug nach Mannheim (Stichwort 'koschere Kokosmilch'); und wir haben uns unterwegs gegenseitig unsere ganze Lebensgeschichte erzählt.
  Leider habe ich seine Website nicht gefunden - sollte er dies also lesen, bitte schreib er doch mal!
 
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Datum: 06.06.2011, 12:01
Name: judith
Titel:
Eintrag: meine freundin und ich machten urlaub in italien. wir fuhren mit der bahn ans meer. als die bahn am abend dann streikte, worauf wir nicht vorbereitet waren, trampten wir beide das erste mal. zurück nach pisa. wir hatten zwei fahrer und der zweite konnte nur sehr wenig englisch, trotzdem versuchten wir uns zu unterhalten, verstanden jedoch lediglich nur dass er feuerwehrmann sei. in dem auto verbrachten wir etwa 20 minuten. am anfang fragte er etwas wie nach dem namen, dann das alter und nach 10 minuten... " do you want sex for 500 euro?" um unbefangen aus der sache rauszukommen machte ich noch scherze drüber, dass wir erst ab einer millionen zu haben sein, aber er gern bis morgen das geld aufbringen könne, meine freundin sah das nicht so locker. er hatte uns auch das geld gezeigt, also er hatte tatsächlich ziemlich viel geld mit sich, ein bündel von 50 euro scheinen. er versicherte uns noch, er sei " not a dangerous person" und ließ uns in pisa raus. trotzdem wirkte er sehr nett und ich bin dankbar das er uns um diese späte stunde sicher "zu hause" abgeliefert hat.
 
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Datum: 03.05.2011, 00:37
Name: Marius
Titel: 03.05.2011
Eintrag: Moin Zusammen!!

Ich bin jetzt auch schon seit 6 Jahren ein tramper und habe schon so manche witzigen Sachen erlebt.
Aber vor zwei Wochen bin ich von Essen nach Berlin getrampt und habe echt ein sehr geiles erlebnis gehabt.
Ich stand auf einer großen Raststätte in Hannover wo ich einen Porschefahrer ansprach ob er mich vielleicht ein Stück mitnehmen würde. Und er hat mich tatsächlich mitgenommen. Unterwegs erzählte er mir, dass er gerade von der Beerdigung seines Onkels kommt. Nur war ich über seine Gute Laune sehr verwundert und fragte Ihn ob er nicht traurig über den Verlusst seines Onkels wäre. Er antwortete:
Ich habe gerade seinen Porsche geerbt und kann es kaum glauben!
In dem Moment war ich ein wenig perplex aber wollte nicht weiter drauf eingehen.

Wir hatten dann noch sehr intressante Gspräche über Gott und die Welt und hat mich dann irgendwann in Potsdam abgesetzt und mir 150 Euro in die Hand gedrückt.

Leute das war echt eine Glücksfahrt für mich weil ich selber nur 10 euro in der Tasche hatte.

Und somit hatte ich dann eine wunderbare Zeit in Berlin!!

Liebe Grüße an den Porschefahrer Namens Michael!! Vielleicht ließt du ja irgendwann mal diesen Eintrag.
 
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Datum: 02.04.2011, 15:48
Name: Lasse
Titel:
Eintrag: -> The Season Starts Again!
We´ll go out again and met friendly peops from all around the world. I Like!

I got a lift by a test driver of porsche and was quicker then by train. I was token by a women of my neighbourhood 400 km away. Likely people took me home for sleeping there, a girl took me two times and we had nice breaks close to our route, and i walked in the night along the road, cause the way was splitted in two directions: in my way and into the driversway. Always I found my way and loving to go new ways. Thats impressions which causes my declaration of love to hitchhiking!
 
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Datum: 28.03.2011, 11:48
Name: breeze
Homepage: http://yahoo
Titel: peaceful man
Eintrag: Stuck out on the road for nearly 17 hours and this car pulls up. "hop in, man, where you going? I reply that I'm on my way to Cadiz. "No problem" he says. "Never been there so maybe it@s time to go there". This guy could'nt do enough for me, he gave, no insisted that I hace 50euros even though I told him I had money. Turns out he was a Buddhist monk discovering the world as part of his "training". His parting word was "OM".Peace to you allxxx
 
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Datum: 19.03.2011, 09:41
Name: Oskar M.
Titel: Erste Mal !
Eintrag: Ein Freund und Ich wollen in den Sommerferien von Cottbus in den Westen trampen! Wo genau hin wissen Wir nicht! Richtung Frankreich,Niederlande wahrscheinlich! Kann uns jemand eine route empfehlen bzw. wie weit kommt man in 4 Wochen ? Wir wollen die verschiedenen orte genießen aber auch viel sehen und weit reisen !

Mfg Oskar
 
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Datum: 17.02.2011, 19:33
Name: Hampit Burmes
Titel:
Eintrag: Ich habe einige kuriose Tramperlebnisse gehabt, besonders auf kurzen Strecken über Landstraßen in der Provinz. Was bei diesem Male aber anders ist, ist der Umstand, dass es mich heute, nach über 8 Jahren noch ärgert, damals nicht meine Meinung gesagt zu haben. Ich habe mich selten so ungerecht behandelt gefühlt von einem Individuum.
Ich stand am Rand einer Ausfahrstraße dieser 5000-Seelen Gemeinde im Hunsrück und hielt meinen Daumen in den Wind um an einen gerade mal 15km weiter entfernten Ort zu meiner damaligen Freundin zu kommen. Schon nach kurzer Zeit kam ein junger Mann hinzu, offensichtlich ein Handwerksgeselle auf der Walz - wie seine Kluft zu erkennen gab. Dieser sprach mich ohne Gruß mit "Schon ok, ich stell mich mal hundert Meter weiter." an. An sich eine für Tramper vorbildliche Geste.
Als nun das erste Auto bei mir anhielt, dessen Fahrer selbstverständlich in die gewünschte Richtung fuhr, wies ich ihn gleich beim Einsteigen, dass kurze Zeit später noch ein Anhalter stünde, der, wenn möglich mitzunehmen, sicher in dieselbe Richtung müsse. Ich hielt es in dieser Situation nicht für eine Forderung von mir an den Fahrer, sondern für eine Geste der Rücksichtnahme meinerseits, den Fahrer auf den Gesellen hinzuweisen. So nahm er wenige Meter weiter den jungen Mann (obwohl damals sicher um einiges Älter als ich mit meinen 17 Jahren) mit.
Um die Geschichte nicht unnötig zu verlängern blende ich aus, dass ich mit diesem Kerl noch eine zweite Etappe trampte und tue aus literarischen Gründen so, als hätten wir uns die ganze Zeit nur in einem bei einem Fahrer Auto befunden.
Da ich also vorn saß und über die wenigen Minuten Fahrt kein unangenehmes Schweigen entstehen lassen wollte, fing ich mit dem Fahrer ein Gespräch dieser Art an "Und, kann man hier gut trampen?" - "Ja, hängt natürlich von Tageszeit und Wetter ab." etc. Schließlich, nach der Frage des Fahrers kurz vor Ankunft im Zielort, wo genau wir denn hinmüssten, gab ich ihm die einschränkende Antwort gab: "Also MICH können sie hier an der Kirche rauslassen." Mein Mittramper jedoch gab dem Fahrer weder Antwort, noch redete er überhaupt nach seinem Einstieg ein Wort mit dem Fahrzeugführer. Umso verwunderter war ich, als ersterer mit mir an der Kirche ausstieg, zumal mir klar war, dass sein Ziel nicht dieses kleine Dörfchen hätte sein können. Sofort, nachdem die Mitfahrgelegenheit nach unserem Dankeschön und den besten Wünschen verschwunden war, fuhr mich dieser nicht nur ältere, sondern auch größere und kräftigere Mensch harsch an: "ICH FASS ES NICHT! WAS SOLL DENN DER SCHEIß!", ich wusste zunächst nicht wovon er sprach, "also beim TRAMPEN gibt es ZWEI REGELN. Die erste ist: Man labert den Fahrer nicht mit irgendeiner SCHEIßE voll, die ihn nicht interessiert und zweitens BESTIMMT derjenige, der den längeren Weg hat, wo ausgestiegen werden soll!!" Ich war völlig perplex und befürchtete erst auf Grund seine Gebaren und des Tons, er würde auf mich losgehen. Zum Glück jedoch verschwande er daraufhin noch weiterfluchend.
Ich konnte ihm niemals meine Meinung sagen und auch nicht, weshalb ich mein Handeln als nicht nur korrekt, sondern immer noch wesentlich korrekter als seines empfinde. Ich fühle mich so dermaßen gedemütigt.
 
 
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Datum: 15.01.2011, 20:14
Name: Florian Wetter
Titel:
Eintrag: Hallo ihr Lieben,

Ich bin mit einer Freundin in 6 Tagen vom Chiemsee nach Wien, von Wien nach Bratislava, von Bratislava nach Wien, von Wien zum Neusiedlersee, vom Neusiedlersee nach Rimini und wieder zurück getrampt, mit 120€. Wir haben viele tolle Menschen kennengelernt. Wurden mehrfacht zum essen eingeladen, bekamen Geld... oder wäre sogar mit Nachhause genommen worden für ein paar tage :)
Eine Lustige und tolle Woche für wenig Geld :)

Mit freundlichen Grüße Florian Wetter
 
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Datum: 04.01.2011, 22:30
Name: Paul Davis
Titel: Luv it!
Eintrag: I live in IL. and took a train to Texas 2 start my trip. I was 30 years old and just wanted 2 get away. I was head'd 2 The Grand Canyon. Once in Fort Worth I ended up at this cool lake with a nice safe spot in the woods. A bus driver that was at the park had told me about the spot after I told him my deal. In the morning I was packing up and a women was walking out towards me. She thought I was fishing. We started talking and she said she would give me a ride. Before that she took me to a Chanting center. She was from India and her name was Poo-nam. It felt so good to have these people chanting 4 my safe travel! After that she took me to her work so I could use the internet. She made me a bracelet the had the chant on it so I could do it on my own. After I left I new that this was a sign that things will work out 4 me on this trip.
Long story short I had a great time at the Canyon, spending 7days in the park! Have done alot more since then and that first time was a real learning exerience. back home after volunteering the rest of the summer now. I'f I cant get a cool job soon I'll be right back out with my thumb up and a smile on my face!! I miss it so much!! hope every one who's hitch'n right now is have a good an safe trip. Till next time!!
The Wander'in Fool,
Paul C. Davis ,Galesburg,IL
 
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Datum: 19.12.2010, 18:19
Name: Andre
Homepage: http://www.2insouthafrica.de
Titel: South Africa
Eintrag: Es war nicht das erste Mal, dass wir an der Straße auf eine Mitfahrgelegenheit warten mussten. Normalerweise haben wir ein Auto, aber wenn dies aus diversen nicht zur Verfügung steht, nutzen wir auch immer mal wieder die Möglichkeit, den Daumen rauszuhalten. Wir warteten also mit unserem Schild an der Straße bis schließlich 2 junge Männer anhielten und uns mitnahmen. Als wir fragten, ob sie in der gleichen Richtung wohnten, bekamen wir eine lustige Antwort: Den beiden war einfach nur langweilig und dann dachten sie sich, dass sie uns doch mitnehmen könnten:D. Somit legten die beiden einen Weg von 110 km (Hin - und Rückweg)zurück.
Danke, dass es so Leute gibt.
 
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Datum: 15.10.2010, 14:56
Name: Nicolai
Titel: Einmal zum Comicsalon, bitte!
Eintrag: Ich bin vor einer Weile von Berlin nach Erlangen getrampt.
Also habe ich mich an der Raststätte am Nikolassee hingestellt und gewartet und nach einiger Zeit hat mich eine ältere Dame mitgenommen, die nach Nürnberg wollte.
Nicht nur, dass sie mir Butterbrote und Würste gegeben hat, nein, sie hat sich sogar kurzfristig entschlossen, mich bis nach Erlangen zu fahren und hat mich dann vor dem Comicsalon rausgesetzt.

Schöner kann es eigentlich kaum kommen.

Vielen, vielen Dank dafür!
 
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Datum: 31.08.2010, 14:04
Name: CY
Homepage: http://cymytrip.ch.vu
Titel: Tramperparadies gefunden
Eintrag: Wahnsinn. In China hab ich das Tramperparadies gefunden. Für Europäer hält JEDES Auto an. Man muss nur bewusst machen dass man nichts bezahlt, was aber kaum ein Problem ist!
 
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Datum: 13.08.2010, 23:55
Name: Jens
Titel: Lift von einem Cop
Eintrag: Vor einigen Jahren, ich kam von Liverpool und wollte nach London, wurde ich auf der Peripherie Manchesters von einem gleichgültigen und gewissenlosen Päärchen mitten auf der Autobahn abgesetzt.
Als ich das denn endlich begriffen hatte, fing es an zu regnen. Die Sicht verschlechterte sich und ich ging auf dem Seitenstreifen um einen Weg raus - eher weiter - zu finden. Da tat sich vor mir eine Brücke auf. Klasse, da konnte ich erst mal chillen. Als ich dort ankam, sah ich einen Polizeiwagen herannahen. Es war klar, zu wem der wollte. Weglaufen? Lieber nicht.
Also wartete ich brav und versuchte arglos, freundlich auszusehen.
Das erschien mir schwierig, da das Wetter schon wochenlang seine Kapriolen schlug und mir Kummer bereitete. Außerdem ärgerte ich mich, daß ich so doof war, mich da absetzen zu lassen, und nun auch deswegen noch Trouble haben würde.
Nun war die Minna da, ich grins und das Fenster geht runter. Drinnen sitzt nur einer, der sieht aus wie mitte 40, mit beinahe gütigem Gesicht.
So erzählte ich ihm die Geschichte, die er mir auch abkaufte. Und anstatt mir ein Ticket zu verpassen, hat er mich dann zur nächsten Raste gefahren.
Es war eine sehr nette und lustige Begegnung - (an der Raste kam ich zwar zunächst nicht so gut weg), und am nächsten Tag wurde das Wetter besser.
Hitchhiking is not a crime
 
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Datum: 26.07.2010, 16:48
Name: Cy
Homepage: http://cymytrip.ch.vu
Titel: 6 Wochen durch Skandinavien
Eintrag: Auf meiner Weltreise habe ich jetzt Russland erreicht: Zug ist angesagt. Top sind die Erlebnisse der vergangenen 6 Wochen. Ich bin durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, ans Nordkapp, nach Finnland bis nach Helsinki getrampt. Tolle Leute, tolle Erlebnisse.
Mein geschriebenes übers trampen: cymytrip
 
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Datum: 05.05.2010, 09:22
Name: Chris
Titel: 2000 km in 4 Tagen
Eintrag: Mein Kumpel und ich starteten in Killarney (Irland). Außer bis in den nächsten Ort in der Heimat waren wir noch nie getrampt. Doch dank der überaus freundlichen Iren schafften wir es tatsächlich in 5 Stunden nach Dublin und dann weiter nach Wales. Über Manchester - Birmingham - Bristol nach London (hier schliefen wir 2 Tage bei bekannten, deshalb keine "wirklichen 4 Tage"). Dann zur Fähre - Calais, Frankreich - Antwerpen - Köln - Koblenz.
Kaum zu glauben. Das einzige was wir bezahlen mussten war die Fähre nach Wales =) Eine sehr schöne Erfahrung. Für alle Geschichten ist hier leider kein Platz. Aber das fürs erste ;)
 
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Datum: 12.04.2010, 22:56
Name: Theo
Titel: was für'n Urlaub ...
Eintrag: Es waren Semesterferien und ich war vorher nie mehr als 400km getrampt - aber diesmal stand der Entschluss, von Erfurt nach Cluj / Rumänien zu trampen, fest.

Alles ging los von nem kleinen Autobahnparkplatz mit Toilette um 5Uhr früh... wenig los. Um 8:30 Uhr etwa war ich denn bei Dresden auf einer großen Raststätte - bei heftigem Schneefall (in der Nähe war ne Massenkarambolage mit 60 Fahrzeugen!). Nach langem Suchen fand ich einen Anwalt, der mich bis kurz vor Prag mitnahm, aber vorher zum Frühstück einlud... Natürlich hat alles ne Kehrseite... Denn als er hörte, dass es für mich nach Transsilvanien geht, kaute er mir ein Ohr ab, dass es dort so viele "Zigeuner" gäbe und die seien so kriminell und die Rumänen seien genauso und Deutsche gäbe es dort ja auch kaum noch...
-> weiterlesen
 
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Datum: 26.03.2010, 00:57
Name: Kai
Titel:
Eintrag: Nach ner Party strotzenvoll durch Berlin gewankt. Ich wusste wo ich bin, aber nich wo links oder rechts. :-) Fiel noch in den Schnee und sah aus wie ne Sau.
Auf einmal hielt ein schwarzer Daimler Cabrio und ein etwa gleichaltriger sagte: "Komm rin!" Ich stieg ein und der Typ fuhr mich kostenfrei nach Hause. Mit dem Auto etwa 10 mins ABER 80 besoffene Fußminuten...

Mein Dank gilt diesem Herren und ich gebs auch zurück, wenn ich mal jemanden in einer solchen Situation sehe...
 
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Datum: 28.10.2009, 09:17
Name: Adam
Titel: Bielefeld - Spanien
Eintrag: Mein Kollege und ich (22 / 24) kommen oft auf verrückte Ideen, aber diesmal habe ich ihn angerufen und habe ihm gesagt, dass ich nach Spanien trampen will. Die Idee kam nach einer Nah-Toderfahrung von mir, wo ich um mein Leben gewinselt habe und mich gefragt habe, was ich im Leben erlebt habe - auf jeden Fall nie etwas gewagtes / hirnrissiges. -> weiterlesen
 
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Datum: 17.04.2009, 12:48
Name: Chris
Titel: Der kreative Pole
Eintrag: Zur Abwechslung mal eine Anekdote aus der Sicht des Autofahrers:
Wir fuhren in ländlicher Gegend, als ein Tramper äußerst ungünstig mitten am Straßenrand stand. Durch ein beherztes Bremsmanöver konnten wir ihn ins Auto laden. Wo genau der junge Pole hinwollte, wusste er selbst nicht genau - erst einmal weg hier...
Er erzählte uns, dass er gestern Nacht in seiner polnischen Heimatstadt auf einer Party war. Nachdem er nach mehr oder weniger vielen Drinks müde wurde, legte er sich in einen Güterzugwagon, um ein Nickerchen zu halten und zu sehen, was sich ergibt. Als er am Morgen aufwachte, stand sein Zug auf einem Abstellgleis in Würzburg. Wo er schon einmal hier war, wollte er nun nach Frankreich weitertrampen.
So viel Kreativität mussten wir natürlich belohnen und fuhren ihn wenigstens in die Nähe der nächsten Autobahnauffahrt.
Ich hoffe, er hatte eine gute Zeit!
 
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Datum: 07.04.2009, 10:53
Name: Tapsie
Titel: Von Neuchâtel nach Brest in 24 h!!
Eintrag: Bereits seit Jahren trampe ich durch die Schweiz, letzen Sommer zum ersten Mal durch Frankreich, ich stellte mich ein Ziel, spätestens in 2 Wochen in Brest! (Gaaaaaanz westlich in Frankreich) In Neuchâtel stellte ich mich an die Strasse, ein Lastwagen aus Polen nahm mich mit!! Leider konnte er mich nur bis kurz nach der schweizer Grenze mitnehmen. Da ich kein polnisch und er keine andere Sprache sprach, verstand ich auch nicht weshalb er mit Funk und Handy wie wild zu telefonieren/funken begann.
Auf einer Raststätte liess er mich aussteigen und half mir in den nächsten, dieser brachte mich bis nach Paris am selben Tag. Auch dieser sprach nur polnisch und auch er arrangierte für mich weitere Tracker, bis ich knappe 24 Stunden später in Brest stand, todmüde und mit ungefähr 12 Telefonnummern von Trackern, die mich jederzeit wieder mitnehmen würden.... tja, so geht das...
 
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Datum: 28.01.2009, 10:37
Name: WorldWalk-Peacetour
Homepage: http://worldwalk-peacetour.blogspot.com
Titel: From Senegal to Spain: A Tale of a Hitchhiking
Eintrag: So, this is how it all happened... Soon after we arrived in Dakar we started to realize that it was impossible to find a cruiser or freighter heading towards North America, there was no choice, we headed back to Europe. After walking through the Sahara desert we were not that stupid to walk all the way back, so our only chance was hitchhiking. It's fast and cheap.

Dakar-Rosso-Dakar
We started hitchhiking at 1 PM and a young French couple picked us up almost instantly. They had a truck converted to a caravan, but they had to drop us off after Thiès (60 mi), because we were stopped by the police for the third or fourth time there, the truck had a cabin for only three passengers. It was almost dark by then. -> read more...
 
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Datum: 19.01.2009, 20:46
Name: Jungspund
Titel: Mein erstes Mal im fremden Auto.
Eintrag: Das Ganze verlief wie folgt: Ich war auf einer recht beliebten Abiparty, welche jedes Jahr mitten in der Landschaft stattfindet=>Ackerfete! Nun war ich nur mit Leuten da, welche in die komplett andere Richtung mussten und mein Fußweg wäre in etwa 45min lang gewesen. Busse fahren im Niemandsland um diese unchristliche Zeit nicht mehr (ca. 23.30, da gab's kein Bier mehr). Nun ging ich eine gewisse Strecke zu Fuß (mit Bierration und sternhagelvoll) und ärgerte mich doch glatt ein wenig darüber, dass ich durch die Dunkelheit stolpern musste, während in die andere Richtung noch die Öffis fuhren... Völlig ohne jede Überlegung - dekorativ an den Straßenrand gestellt - hielt ich den Daumen raus. Bereits das zweite Auto hielt; Bierflasche nach dem letzten Schluck im hohen Bogen ins Gebüsch geschmissen und rein da... Er hat dann noch einen netten Umweg gemacht, um mich bis nach Hause zu fahren und konnte dabei noch einiges über die Umgebung lernen (er war neu zugezogen ins Nachbardorf). Es war echt ne nette Fahrt und er hatte sicher so einiges zu erzählen über die Irren da im Süden von Hamburg :D
 
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Datum: 03.12.2008, 22:14
Name: Chris
Titel: Der Personalchef
Eintrag: Ich war auf dem Weg quer durch die Republik, um mich für ein halbjähriges Praktikum in Berlin vorzustellen. Auf einem Rastplatz in Thüringen sprach ich aufgrund von Besuchermangel einen humpelnden "Spießertypen" an. Meine Hoffnung von Ihm mitgenommen zu werden, war gering.

Ich musste jedoch einmal mehr meine Vorurteile überdenken. Er nahm mich mit und stellte sich im Laufe der Fahrt als waschechter Personaler heraus. Als er von meinem Vorstellungsgespräch erfuhr, bot er mir ein fiktives Probegespräch an. Ich stimmte zu und er nahm mich auseinander, wie ich es bis dahin noch nicht erlebt hatte und stellte mir Fragen, von denen sich jeder Bewerber wünscht, niemals mit konfrontiert zu werden. Danach wurde er freundschaftlich redselig und ging auf meine Stärken und Schwächen während des Gesprächs ein. Er ging sogar soweit, aus dem Nähkästchen zu plaudern, auf was Personalchefs wertlegen und auf was ich achten muss.

Ich bekam die Stelle und profitiere heute noch von der Lehrstunde des Alten. Wo hat man sonst die Gelegenheit, wertvolle Insidertipps eines Personalchefs aus erster Hand zu bekommen? Für ähnliche Beratungsgespräche bezahlen manche viel Geld.
 
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Datum: 08.10.2008, 16:34
Name: Christian
Titel: Italienischer Chaot
Eintrag: Auch ich habe mal wieder ein kleines Schmankerl parat, das ich euch nicht vorenthalten möchte:
In der italienischen Schweiz nahm mich ein nettes junges Pärchen auf einer Landstraße mit. Der Fahrer kündigte auf halber Strecke bereits an, dass er bei der nächsten Gelegenheit mal Tanken sollte. Irgendwann kamen wir in ein Örtchen, in das wir über eine steile Straße nach oben fuhren. Der Wagen ruckelte und zuckelte und direkt auf der Kuppe blieb er liegen. Ich wurde freundlich gebeten, sie ein Stückchen anzuschieben. So hievte ich das Gefährt knappe 20 Meter über die Kuppe, sprang in den rollenden Wagen und wir sausten beherzt den Berg hinunter. Wie das Glück der Leichtsinnigen so mit sich bringt, konnten wir schwungvoll in die nächste Tanke einbiegen und kamen direkt an der Zapfsäule zum Stehen. Der lustige Kerl entschuldigte sich mehrfach bei seiner Freundin und mir für unsere Unannehmlichkeiten. An mich gerichtet gab er allerdings zu bedenken, dass ich das verstehen müsse, schließlich seien sie ja Italiener. Mir kamen vor Lachen fast die Tränen. Und weiter ging die Fahrt...
 
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Datum: 22.09.2008, 06:37
Name: Jeff
Titel:
Eintrag: I like the site, although all the anecdotes are in another language, Well I am thinking of hitch hiking for the first time, I got a long way to travel and dont have the money for a bus ticket, I havent made the absolute decission yet but I am seriously thinking about it, I need to b4 it starts getting to cold anyway, any tips or comments about my where abouts, or how its going for me send me an email. jeffallensmail@yahoo.com
 
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Datum: 08.08.2008, 12:45
Name: Maxi
Titel: Meine Tour 2003
Eintrag: Hallo,

ich habe auch ein sehr schönes Erlebnisse beizusteuern, wobei es nicht so sehr um das Trampen geht sondern um das Drumherum.

Ich habe mir 2003 vorgenommen, von Nürnberg nach Bremen über Heidelberg, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden, Koblenz und dem Ruhrpott zu fahren. Mein Ziel war, dies ohne Geld zu schaffen und das Essen und die Übernachtungen durch Straßenkunst (Jonglage) zu verdienen.

Dies war die schönste Zeit in meinem Leben. -> weiterlesen...
 
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Datum: 31.05.2008, 13:30
Name: nessi
Titel:
Eintrag: ...meine freundin und ich wollten unbedingt aufn fest komen, das etwa 6 km entfernt war. also standen wir um 10 abends am straßenrand gut sichtbar unter ner laterne und warteten. doch es gab zwei dinge, die die fahrer wohl abschreckten: 1.die kippe meiner freundin, und zweitens die katze, die sich ununterbrochen vor uns auf die straße setzten. ich hab mich dann vor jedem kommenden auto drum kümmern müssen, dass das vieh zurück auf den gehweg kommt...als dan die kippe ausgeraucht war, schmissen wir sie ins feld, die katze sprintete hinterher. und zwei sekunden später hielt ein netter mann, der uns dann direkt aufs fest mitnahm
 
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Datum: 01.05.2008, 19:42
Name: Joachim
Titel:
Eintrag: Mal aus der anderen Perspektive: Bin mit zwei Kumpels mal nachts nach ein paar Bier nach Paris (4h von hier) zum Fruehstuecken gefahren. Leider wussten wir den Weg nicht so genau, hatten auch keine Karte dabei und es war stockfinster auf irgendner halbwegs groesseren Landstrasse. Auf einmal sehen wir am Strassenrand nen Anhalter mit nem Schild ´PARIS´. Wir dachten ´Klasse, richtiger Weg´ und nach ein paar Metern ´den koennen wir eigentlich mitnehmen...´. Konnten aber nicht mehr wenden, erst nach ca 300 Metern, Strasse zurueck, im Kreisverkehr wieder die richtige Richtung genommen, aber mittlerweile war der Anhalter weg... Das vor uns fahrende Auto muss ihn uns geklaut haben... Haben's dann trotzdem nach Paris geschafft, und er hoffentlich auch...
 
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Datum: 16.04.2008, 14:02
Name: VICTORIA
Titel: ANGRY RUSSIAN GIRL
Eintrag: ТАК МЕНЯ ОБЛАМАТЬ!!! я,БЛИН, НЕ ПОНИМАЮ НЕМЕЦКИЙ!!! ПИШИТЕ НА АНГЛИЙСКОМ, МАЛЕНЬКИЕ ЗАСРАНЦЫ


Antwort von Chris
Глубокоуважаемая Виктория,
мы всегда рады иностранным посетителям. Спасибо, что ты наc осчастливила своим посещением!
Наверно ты уже знаешь сайт "Академия Вольных Путешествий". Он целиком на русском!
Привет от маленьких засранцев,
Не волнуйся! ;-)

Translation:

Viktoria ´ANGRY RUSSIAN GIRL´ schrieb:
Ihr macht mich kaputt!!!! Ich kann kein deutsch, verdammt noch mal!!!! Schreibt in Englisch, ihr kleinen Scheißer ;-)

Darauf antwortete ich in makellosem Russisch:
Werte Viktoria,
über internationale Besucher sind wir stets erfreut. Danke, dass du uns mit deinem Besuch beglückst!
Du kennst sicher die Seite ´Academy of Free Travel´. Die ist komplett in Russisch!
Es grüßen dich die ´kleinen Scheißer´
Und immer schön geschmeidig bleiben! ;-)

Herzlichen Dank an die Mädels von pauker.at für die kompetente Übersetzung ;-)
 
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Datum: 11.03.2008, 20:33
Name: francis
Titel:
Eintrag: Keine große Sache. Eine Freundinn und ich waren verabredet, der Bus weg...Also nächst besten an der Tanke angesprochen, ob er mich nicht mitnehmen könne. Von ihm aus gerne, aber ich müsse eigentlich seinen Chef fragen. Den würd ich leicht erkennen, das sei der mit der Fellweste und der Tätowierung auf der Stirn. Gesagt getan. Komischer Kerl. Komisches Auto (es roch nach Leichentransport) und die zwei amüsierten sich eine halbe Stund königlich darüber, ob man nicht eicfach alle Radfahrer am Straßenrand tot fahren sollte. Wie gesagt komische Kerle, aber rüchblickend, auf jeden Fall eine amüsante Erfahrung
 
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Datum: 08.03.2008, 22:22
Name: Chris
Titel: Streik stärkt Trampen
Eintrag:

Nachdem der Verkehr von sowohl Bussen als auch U-Bahnen in Berlin komplett dem Streik zum Opfer gefallen ist, hat ein findiger Reporter der Abendschau des RBB in einem Selbstversuch den Roten Punkt aufleben lassen und damit versucht, Gestrandete in der Stadt aufzugabeln. Es hat funktioniert. Geschmeichelt hat mir bereits das. Nachdem am Montag auch der streikbedingte Ausfall der S-Bahn und damit der Zusammenbruch des gesamten öffentlichen Stadtverkehrs droht, folgte heute der Hammer: Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg stellte das Logo ´GEMEINSAM UNTERWEGS´ zum Download bereit. Autofahrer sollen es auf der Windschutzscheibe befestigen, um Mitnahmebereitschaft zu signalisieren und Tramper sollen es nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen und das Ziel einzutragen. Die Aktion wurde sogar zusammen mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin ins Leben gerufen. Es sind nur harte Zeiten nötig, um Trampen auf einmal wieder salonfähig zu machen. Es lebe Berlin!

Den Artikel als PDF findet ihr hier: GEMEINSAM UNTERWEGS

Das Logo zum Ausdrucken hier: GEMEINSAM UNTERWEGS

 
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Datum: 13.02.2008, 12:49
Name: Ronald
Titel: Vertrauenstest
Eintrag: Wer die Warnung vor der Raststätte Holmmoor liest, bitte ernst nehmen, vor allem um 3 Uhr morgens. So war es mitlerweile Kurz vor 10 als mich entlich ein Freundliches "na, wo gehts denn hin ... naja, bis Harburger Berge (hinter Hamburg, strategisch günstiger) kann ich dich mitnehmen" empfing. Als ich dann im Auto saß fiel ihm auf, daß er Blättchen vergessen hatte und er ging noch kurz welche kaufen. Wieder im auto meinte er: "Vertrauenstest bestanden" und zeigte auf die noch steckenden Autoschlüssel und das nette Sümmchen Geld auf der Ablage.
 
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Datum: 13.02.2008, 12:41
Name: Ronald
Titel:
Eintrag: Nach einer langen und durchnässten nacht werde ich bei strahlendem Sonnenschein in Allertal rausgelassen. An der Tankstelle steht ein freundlich wirkender Typ den ich Frag wohin er denn will ... mist, gleiche Richtung. Aber er meint hier kommt man eh nicht weg, er nimmt die Raste. Gut, frohen mutes endlich an einer gut besuchten Tankstelle zu sein frage ich den erstbesten, ein Tuareg mit Geschäftsmann(ich saß noch nie in dem Ding) und voila ... "eigentlich nehm ich nie jemanden mit, du bist der erste" Vorbei an 100 Schildern mit über 200 aufm Tacho steig ich ne halbe Stunde später an der nächsten Raste (leider mußte er danach ab) wieder aus, schau mich um, 2 Autos später steigt der Kollege aus Allertal aus, noch ein bisschen grün im gesicht, mit dem kommentar: "Schnell vorankommen ist ja gut, aber rechts auf dem Standstreifen überholen ist hart."
 
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Datum: 14.01.2008, 06:10
Name: Teppich
Homepage: http://profile.myspace.com/76548561
Titel: Das schlimmste Gewitter!
Eintrag: In den Sommerferien 07 war unser Ziel Barcelona. Die Geschichte ereignete sich auf einem Rastplatz kurz vor Spanien in der Nacht. Wir hatten die Strecke von Bottrop aus in 3 Tagen gemacht mit einem Tag in Trier und freuten uns schon auf Spanien. Wir packten also erschöpft von einem sehr erfolgreichem Tag unsere Plane und Schlafsäcke aus, als mir hinter meinem Kollegen ein Blitz auffiel und der darauffolgene Donner meine Vermutung unterstreichte: Ein Gewitter! Kurz darauf stellte mein Begleiter fest, dass in allen Richtungen Blitze aufleuchteten. Von Panik gepackt holten wir die zweite Plane herraus und wollten ein Tarp zwischen 2 Bäumen aufspannen, als ich auf einmal einen rot gefärbten Blitz erblickte und mich der Worte meines Freundes entsinnte, welcher einen Augenblick zuvor anmerkte, dass der Donner eher wie Kanonenschüsse klingen würden... Synchron schlugen wir uns die Hände vor die Stirn, wir hatten den 14. Juli...
grüße,
Teppich
 
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Datum: 25.12.2007, 12:25
Name: Patrik
Titel: Jung und dumm....
Eintrag: Vor langer langer Zeit, ich war damals gerade junge 17 Jahre, und habe beschlossen mit einen Kumpel nach Afrika zu Fliegen. Wir hatten unterschiedliche Flugtickets, ich flog günstiger und 1 Woche Früher jedoch von Paris aus. Aus Geldmangel kaufte ich mir nur eine oneway Zugkarte nach Paris. Nach einen Aufenthalt von 2 Monaten in Togo und Ghana hatte ich natürlich keine müde Mark mehr nur noch mein Heimflug-Ticket nach Paris. In meinen Jugendlichen Leichtsinn machte ich mir keine Gedanken wie ich wohl nach Deutschland ins Bayrische Alpenvorland komme. Früh morgens landete ich mit den Flieger in Paris und zu meinen Entsetzen war es auch noch Saukalt (-20), von der Hitze in die Kälte (Temperatur unterschied 50°)na Toll. Ich beschloss also nach Hause zu Trampen, was blieb mir auch anderes übrig mit 4 Bananen und noch gefundenen 1,30 DM im Rucksack. Also Daumen raus in die Kälte. Vom Airport kam ich gut und leicht in die Stadt, habe einfach jemanden angesprochen, der mich dann an einer Stadtautobahn rausgelassen hat die angeblich in Richtung Deutschland gehen sollte. Nun Stand ich da, ein häufchen Elend, schlotternd und braungebrannt mit schmutzigen Jeans, ich hätte mich wahrscheinlich selbst nicht mitgenommen.Der Daumen fror mir schon fast ab. Irgendwann wurde ich ziemlich Apathisch und ich machte mir gedanken darüber hier jetzt an der Leitplanke zu erfrieren wärend 1000ende` von Autos an mir vorbeirauschen auch welche mit Deutschen Kennzeichen wie die verfluchte. Vieleicht würde man mich ja mit der Auslandskranken-Versicherung mit Rücktransport noch Rechtzeitig finden und bequem nach Deutschland fliegen (was für gedanken man hat wenn man schon halb am erfrieren ist). Irgendwie ich weiß nicht mehr genau warum ich mich eigentlich umsah, stand da ein roter Renalt und hupte kräftig um mir zu signalisieren das er für mich hält, das war so etwa nach 3 Stunden oder auch 4, das weiß nur noch Gott wie lange ich da Stand. Ich riss die Türe auf sprang rein in das warme Auto, ohne zu Fragen wo es hin ging, es war mir egal, hauptsache es war Warm im Auto. Selbst die Junge Französin fragte nicht wo ich hin will, Sie sagte nur schnell schnell mann darf hier nicht halten. Sie erkannte meinen Zustand und fuhr Wortlos mit mir in ein Cafe, gab mir eine Heiße Schockolade und ein Croissant aus, besorgte mir einen Filzstift und einen Pappkarton und schrieb mit Großen Lettern die nächste Stadt darauf die in meiner Richtung nach Deutschland kam. Was war ich dankbar über soviel Einsatz dieser Französin. Von nun an lief es wie am Schnürchen, immer die richtigen Stellen beherzt, wo man gut wegkommt, dann klappt das auch mit den Trampen. Nach 17 Autos, 3 LKW´s war ich dann auch nach 2 Tagen Zuhause. Einer großen Erfahrung reicher und mit der kenntniss das mann viele gute Menschen kennen lernen kann auf diesen weg. Danke an alle im nachhinein die mir zu Essen und Schlafen gegeben hatten, ich werde diese Menschen nie Vergessen. (ist heute schon 24 Jahre her) Patrik.
 
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Datum: 05.10.2007, 13:05
Name: Dominik
Titel: Dumm gelaufen..
Eintrag: Vor 2 Jahren, hatte ich mit einigen Leuten meines Jahrgangs in der Schule eine Fahrt nach Lloret de Mar gebucht, also Flug vom Provinzflughafen Hahn nach Girona und dann sollten wir abgeholt werden. Nur beim Einchecken fällt mir auf, dass mein Ausweis nicht mehr gültig ist, an einem frühen Samstag Abend einen neuen zu bekommen war unmöglich, es half nichts. Ich konnte nicht fliegen, war auch noch selbst Schuld! Der nächste Flug wäre Montags für 90 Euro gegangen! Also dachte ich "das geht auch schneller". Die ersten Stationen musste ich erstmal nutzen um die richtige Richtung in Deutschland einzuschlagen, dabei einige der hier aufgeführten Personenkreise getroffen. Vom netten Pärchen, bis zu den Kölner Fußballfans und den jungen Russen in der Prollkiste. Der nette Luxemburger Banker im Auto der Luxusklasse erzählte mir von seinen Projekten in der Deutschen Bank mit Bankgrößen, die selbst mir ein Begriff waren und dann dass er eine eigene Bank gegründet hat und diese in Luxemburg jetzt leitet! Er ließ mich an der Luxemburgischen Grenzstation, wo ich feststellte, dass LKWs nur ankamen und nicht wegfuhren. Ich hatte ja die Hoffnung einen Fahrer nach Barcelona zufällig zu treffen, doch das Fahrverbot für LKW machte mir einen Strich durch die Richtung. Das Angebot einer ca. 45 jährigen leicht beleibten Truckerin mich am nächsten Abend mit nach Marseille zu nehmen und so lange in ihrer Kabine bleiben zu dürfen lehnte ich jedoch dankend ab... Über den Umweg zum Hauptbahnhof in Luxemburg Stadt kam ich dann zu einer weiteren Raststätte, wo ich ca. 1 1/2 Stunden kein Glück hatte, bis ich das große Los traf. Ein Merzedes mit einem deutschen Kennzeichen in rot. Es war ein Spanier der ein Auto nach Valencia überführte. Die ganze Nacht über unterhielten wir uns angeregt über eigentlich alles. Sein Lebenslauf und seine Familienverhältnisse in aller Ausführlichkeit. Am nächsten Morgen bestand er noch darauf die 50 km Umweg (eine Strecke) an die Küste zu machen und mich vor dem Hotel abzuladen. "Ich bekomme das ja vom Chef bezahlt!" Wir tauschten noch Kontaktdaten aus, falls ich mal nach Valencia komme, und er kündigte sich für die Weltmeisterschaft 2006 an, meldete sich aber doch nicht. Das Highlight des Morgens war dann mein Anruf bei meinen Mitreisenden: "Wo steckt ihr denn?" "Sind gerade an den Strand gegangen!" "Dann kommt jetzt mal einer zurück und lässt mich ins Zimmer..." "Nicht dein Ernst, oder? Jetzt schon? Haben morgen mit dir gerechnet!" Samstag Abend um 19 Uhr ging der Flieger in Deutschland und am Sonntag lag ich mittags um 12 trotzdem am Strand!
 
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Datum: 24.09.2007, 17:02
Name: Peter Koller
Homepage: http://www.tour-ost.nacht-wind.de
Titel:
Eintrag: Auf dem Weg nach Spanien, Ostern 2002 stand ich irgendwann gegen 16.00 Uhr auf einem Rastplatz nahe Versailles. Limoges stand auf meinem Pappschild. Nur 5 Minuten später: "Allez-y..." Das Gespräch entwickelt sich gut. Kurz vor Limoges frage ich, ob es dort irgendwo einen Campingsplatz gibt: "oui, dans mon jardin..."(in meinem Garten) und ob ich schon gegessen habe: Es gibt einen Whiskey, Avocardos mit Vinaigrettesoße, überbackenen Thunfisch dazu Rotwein, anschließend eine Käseplatte und einen Espresso zum Abschluss und so ähnlich ging es am nächsten Morgen weiter. So lasse ich mir das Tramperleben gefallen.
 
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Datum: 19.06.2007, 23:11
Name: Dieter Köhler
Titel: Oxford
Eintrag: Nachdem ich 1960 fast alles Geld in London gelassen hatte wollte ich doch noch ein Stück von England sehen. Kaum ein paar Schritte von der U-Bahn weg hatte ich auch schon einen Lift Richtung Norden. Meinem Interesse zuliebe machten sie extra einen Umweg durch die Innenstadt von Oxford. Nach langer Fahrt und Verköstigung mit Keksen und Kuchen wurde ich wunschgemäß in Bristol abgesetzt und bekam noch die ganzen angebrochenen Kekspackungen in meinen Rucksack gesteckt. Ein schöner Auftakt einer Trampfahrt.
 
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Datum: 19.06.2007, 20:03
Name: Andreas Stein
Homepage: http://www.photo-graphs.de
Titel: Hitchhiking - Highjacking.
Eintrag: Moin Moin, als ich 1976 mit einem Jugendaustausch in Gainsborough - England zu Besuch war, wollte ich abends in gemuetlicher Runde erzaehlen dass mein Bruder im jahr zuvor per Anhalter nach Schottland gereist war und sagte mit meinen bescheidenen Englichkentnissen: "Last year my brother went to scotland by highjacking." Erst verstand ich nicht das Gelaechter, bis es mir wie Schuppen von den Augen viel und ich lachte herzhaft mit. Jedenfalls hatte ich damit das Eis gebrochen. :-). Ich denke noch heute erzaehlt man sich in den Waeldern von Nottingham die Geschichte von dem Greenhorn aus Old Germany der damals unbeabsichtigt einen Witz riss. Gruss Andreas
 
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Datum: 04.05.2007, 22:17
Name: Pittip
Homepage: http://www.troubadixrache.de
Titel: herr der 7 weltmeere
Eintrag: mit hat mal ein pfarrer beim trampen 100 mark geschenkt. ich wollts garnicht annehmen aber er meinte ich würde ihm ne freude damit machen. ich hab dann die hälfte davon gespendet (leider war kein musiker auf der strasse!!!) und den rest auffn kopp gehauen. und ich hab beim trampen eine tätowiererin kennengelehrnt, die mir dannn umsonst mein tatoo gemacht hat! :)
 
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Datum: 29.04.2007, 05:34
Name: Katja
Titel: Unverhofftes Wiedersehen
Eintrag: Ich stand abends an der Landstrasse irgendwo bei Bremerhaven und wollte nach Hause, in die Nähe von Hamburg. Irgendwie hatte ich es geschafft mitten im Nirgendwo zu landen, und nicht viel Hoffnung heute noch in meinem warmen Bett zu schlafen. Nach fast einer STunde hielt endlich ein Wagen, und der Typ fragte wo ich denn hinwolle. Richtung Hamburg. "Ach, da fahr ich hin!" sagt er. Was für ein Glück! Auf der langen Fahrt haben wir uns prima unterhalten, und stellten fest dass wir den gleichen Beruf haben. Sofort fingen wir an unsere Firmen zu vergleichen und hatten reichlich Gesprächstoff bis nach Hamburg. Als er mich in Neugraben absetzte war ich sogar ein bischen enttäuscht dass wir schon da waren. Doch unverhofft kommt oft: 3 Tage später stand er pünktlich zum Feierabend mit einem Blumenstrauss vor meiner Firma :-)
 
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Datum: 20.04.2007, 16:43
Name: Christian
Titel: von barcelona nach valencia
Eintrag: nach einer regenreichen nacht unter freiem himmel und zweckentfremdeter pappe begann mein tag auf einer spanischen raststätte nahe der französichen grenze. drei cafés und ungefähr 40 seiten später schlug ich mein buch zu und stieg voller freude in den kleinwagen eines valencianischen barmixers. bis nach valencia? welch ein glück! allerdings war dieses nur von kurzer dauer. 20 min später hatte mich eine latente übelkeit davon überzeugt, dass der fahrstil des valenicianers meiner lebenserwartung in akuter art und weise abträglich sein könnte und mich so zum aussteigen bewogen. mein nächstes gefährt war ein knallroter vw-bus, in dem ich von einem netten spanischen pärchen mit sandwiches und ner dicken tüte versorgt wurde. zum abschied noch etwas gras für unterwegs und weiter gings... auch mit einem spanischen pärchen. spätestens, nachdem der beifahrer auch hier plötzlich anfing mir das spanische bau-know-how vorzuführen, wurde mir klar, dass ich meine ankunft in valencia nicht nüchtern erleben würde :-) Viva España !!!
 
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Datum: 20.04.2007, 13:36
Name: Jessi
Homepage: http://www.d-p-f.net
Titel: stuttgart is direkt bei münchen
Eintrag: so auf dem weg von föhr nach stuttgart war bis hamburg alles planmäßig verlaufen keine überlangen wartezeiten oder ähnliches. tjaja dann waren wir in hamburg und wurden total falsch ausgesetzt und nach geschlagenen 4 stunden die wir nach hh gebracuht haben ging uns jetzt alles verloren weil wir von jedem menschen der gefragt wurde in die total falshce richtung geschickt wurden. iiiirgendwann waren wir richtig, die nacht war da und es regnete in strömen doch trotzallem das 2. auto an der richtigen auffahrt wollte uns mitnehmen. juhu.angi schlief hinten sofort ein und ich labberte die halbe nacht mit dem schweden über arbeitslosigkeit und politik bis er mir sagte ds er tod müde sei und ich weiter fahren sollte : ) ja ich glaub er mochte uns doch sehr wenn er mir sein auto anvertraut. eigentlich wollte er uns bei würzburg rauslassen was schon mal eine richtig gute strecke war für eine nacht quer durch deutuschland aber dann kam es ganz anders er bedient sein navi und gab stuttgart ein! ja dieser ewig nette schwede machte einen umweg von ca 2oo km um uns noch stuttgart zu fahren und das auch noch direkt vor die haustür : )))
 
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Datum: 19.04.2007, 11:16
Name: Dany
Titel: Flug über Loch Ness
Eintrag: Auf einer Tour durch den Norden Schottlands standen wir relativ ungünstig an einer großen Hauptstrasse und hatten schon die Hoffnung nach einer stunde Warten aufgegeben, als doch noch ein netter Schotte hielt, der uns angeblich schon vor einer stunde gesehen hatte, aber in die Gegenrichtung unterwegs war. Nun wollte er raus aus Inverness und eine kleine Runde mit seinem privaten Flugzeug fliegen, wozu er uns ebenfalls einlud. Es war einfach extrem nett, wir bekamen einen gratis Rundflug über Loch Ness und weitere Lakes und konnten unser Glück kaum fassen. Ja, es gibt sie häufiger als man denkt, die netten Menscchen, die einen wirklich gerne mitnehmen! Danke dafür an alle!!
 
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Datum: 17.04.2007, 18:15
Name: Corinna
Titel: Hitchhiken überall auf der Welt ;)
Eintrag: Hallo! Muss euch erstmal ein Kompliment für die Seite machen, find ich echt toll, da ich auch ein fanatischer Tramper bin! Hab schon in vielen Länder getrampt, aber eins muss man sagen, in Neuseeland hat man wirklich die nettesten Leute getroffen! Im Durchschnitt stand man wirklich fast nur 10 Minuten und dann wurde man immer noch verköstigt (am ersten Abend gab's frisch gefangenen Hummer, wir dachten, das glaubt uns zu Hause niemand!) und herumgefährt und es wurden extra Umwege gefahren, unglaublich! Und da gibt's auch wirklich skurrile Typen, wie einen alten Opa, der mit seinem Papagei im Auto fuhr und als er rückwärts von einer Brücke fuhr (in Neuseeland sind viele Brücken einspurig), schön an der Außenmauer entlang ratschte und dabei ganz seelenruhig blieb, während meiner Freundin und mir etwas mulmig zu Mute wurde... Ach ja und das längste, was ich jemals stand, war in Norwegen und das an einer sehr einsamen Straße unzwar für ein einhalb Tage! Ich bin mit zwei Jungs dahingewandert und es fuhr auch kein Bus oder Zug oder irgendwas, nur die ca. 5-6 Autos, die pro Stunde vorbeifuhren! Vielen Dank nochmal an den netten Mann, der dann tatsächlich angehalten hat! Wir waren ihm seeeehr dankbar!
 
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Datum: 17.04.2007, 17:18
Name: Thorsten
Titel: Von Glück kann man reden
Eintrag: ...wenn man mitten in der Fahrt nicht von Problemen wie nachfolgende geplagt wird: Link
 
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Datum: 17.04.2007, 17:00
Name: elli
Titel: pfadis?oO
Eintrag: alles fing damit an das ich mit meinen bruder ein lustiges wochende bei freunden in kiel verbracht hatte und wir leider kein geld mehr für die rückfahrt hatten. also entschlossen wir uns einfach ganz spontan zu trampen und stellten uns auch schon an die straße in richtung heimat. nach ca. 45 minuten hielt auch schon ein ziemlich freundlicher reagge-hörender-mensch an und entschloss sich uns zumindest für ein teil der strecke nach segeberg mitzunehmen. gesagt getan und als wir kurz vor stolpe(der eigentlich vereinbarte "rauswerfpunkt")entschloss sich unser freundlicher fahrer uns doch noch ein ganzes stück(nämlich so ca.20 km) weiter zufahren. kurz vor bornhöved wurden wir nach vielen danksagung rausgelassn und machten uns daran weiter nach bornhöved zu gehen und zu trampen in der hoffnung noch einen weiteren freundlichen autofahrer zu begegnen. nach 5 minuten hielt schon wieder ein autofahrer der komischerweise der festen überzeugung war usn zu kennen obwohl wir in nicht kannten. die diskussion endete damit das wir zu einen pfadfinderlager am stolper see eingeladen wurden was wir auch dankend anahmen. nach einer netten nacht unter vielel netten jugendlichen wurden wir sogar die letzten 30 km bia nach hause vor die haustür gefahren. ein mehr als posotives tramp-erlebnis^^
 
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Datum: 04.04.2007, 23:08
Name: Christian
Titel: Lustiger alter Mann
Eintrag: Ich stand mitten in der Pampa von Neuseeland, als ein uralter Farmer für mich hielt. Er war so mitgenommen und senil, dass er wirkte, als wäre er schon vor zwei Jahren gestorben. Ich stieg ein und er war supernett. Wir unterhielten uns bestens.

Das Problem war jedoch, dass er wie ein Henker fuhr. Er raste mit Vollgas die kurvenreiche Straße entlang und schaute mir beim Reden so lange in die Augen, bis er aufgeschreckt wurde, weil die rechten Reifen über den Straßenrand rumpelten. Das wiederholte sich so oft, bis sich Schweiß auf meiner Stirn bildete.

Zwischendurch hielten wir an einem Bauernhof, wo er für mich einen ganzen Sack irgendwelcher Nüsse kaufte, die wohl eine Spezialität aus der Region sind.

Während der Fahrt erzählte ich dem schwerhörigen Opi mehrfach, dass ich auf meinen Reisen immer in Hostels übernachte und niemals auf Campingplätzen. Er antwortete mit ´Ja, Ja´. Als wir in meiner Zielstadt angekommen waren, fuhr er extra zum Campingplatz auf den ich nicht wollte und der weit außerhalb lag. Ich konnte den engagierten aber sturen Mann nicht abhalten. Als am Eingang gerade ein anderes Auto die Schranke passierte, quetschte er sich zügig mit hinein und hielt mitten auf der Zeltwiese. Die Schranke ging zu und er war eingesperrt. Ich musste im Büro lange diskutieren, bis sie den unbefugten Gast wieder herausließen. Er fuhr weg und ich hatte schwerbepackt mit Nüssen einen weiten Fußmarsch zurück in die Stadt. Dafür konnte ich aber das gesamte Hostel zum Nüsseessen einladen.
 
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Datum: 16.01.2007, 22:38
Name: AW
Titel: Ein Licht in der Dunkelheit
Eintrag: 1999 beschloss ich, mich auf den Weg durch einen Teil Europas zu machen. Ziel war es, die Sonnenfinsternis in Ozora/Ungarn zu sehen. Ich erreichte Tschechien und dort Brno, von wo ich in Richtung Östereich weiter wollte. Mich nahm ein Kleinbussfahrr mit, dem bei fast der ersten Autobahnabfahrt auffiel, dass wir doch nicht das gleiche Ziel hätten. Ich musste raus. Mitten auf der Autobahn. Es dämmerte bereits. Und zack!, war es dunkel. Wer schon einmal nachts auf einer Autobahn stand, weiß WIE finster es dort ist. Ohne die Hand vor Augen zu sehen, tastete ich voran, es hielt auch ein Wagen, der jedoch weiterfuhr, als ich mit ausversehen gezücktem CS-Gas einsteigen wollte. Beim nächsten klappte es. Ein Mann hielt. Der Situation angemessen war mir nicht 100%ig wohl aber wohler als bei dem Gedanken, auf der Autobahn zu bleiben. Es stellte sich heraus, dass der Typ ein Weingut hinter der östereichischen Grenze besaß und ein Haus mit Gästezimmer. Außerdem wirkte er nett. Und tatsächlich: Ich hatte eine geruhsame Nacht, einen schönen Morgen + Frühstück und Weinverkostung, eine Fahrt nach Wien + historischer Rundfahrt und das Angebot: "Wenn du heute nicht aus Wien weg kommst, dann gehe ins "4-Seasons".[Wir standen davor.] Ich liefere Wein dorthin. Zeig denen mein Visitenkarte und übernachte dort. Das geht klar." Es gibt sie, die netten Menschen. Ich übernachtete nicht dort, sondern setze meinen Weg fort. Sonnenfinsternissen warten leider nicht. Ich muss aber dazu sagen: Ich hatte soviel Glück auf meiner Reise! Die Geschichte hätte auch ganz anders laufen können.
 
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Datum: 19.09.2006, 22:15
Name: Marco
Titel: System Carlos
Eintrag: Lustig, in der der Schweiz wird Trampen zum Massenfortbewegungsmittel:
In der Nähe von Bern wurde das System Carlos ins Leben gerufen. Dabei wurden 11 offizielle, per Video überwachte Trampstellen eingerichtet. Für ein zwei Franken Gutschein wird das eingegebene Ziel des Trampers auf einer Anzeigensäule für Autofahrer gut sichtbar angezeigt. Der Gutschein wird dem Fahrer übergeben, der ihn an Tankstellen einlösen kann. Laut Statistik hält ein Auto nach 6,5 Minuten. Sollte es dennoch einmal nicht klappen, kann man direkt vom Trampplatz aus ein Taxi rufen.
Schöne neue Welt!
Schaut es euch an: http://www.carlos.de
 
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Datum: 15.08.2006, 00:13
Name: Chris
Homepage: http://www.anhalterfreunde.de
Titel: Tramperehre
Eintrag: Guter Dinge fuhr ich in den Rasthof Aurach / A3 ein, als ich am letzten Zipfel des Parkplatzes einen obdachlos wirkenden älteren Herrn mit Rucksack sichtete. Er stand da am Straßenrand, aß und betrachtete die vorbeifahrenden Autos. Gelegentlich fuchtelte er ein wenig mit dem Arm. Mit seinem Gepäck musste es offensichtlich ein Tramper sein. Ich machte kurz Rast und hoffte, dass er verschwindet. Mein persönlicher Tramperkodex sagt mir, dass ich mich entweder hinter den zuerst Trampenden stellen darf oder warten muss, bis er weg ist. Auf einen Zusammenschluss mit ihm hatte ich nicht wirklich lust. Also sprach ich ihn an, um zu klären, was er wirklich treibt. Ich erfuhr, dass er tatsächlich Trampt und seit dem frühen Morgen schon dort steht. (Es war bereits früher Abend!) Ich konnte nicht herausfinden, ob er niemals den Daumen zückt, oder einfach aus Erschöpfung und Verdrossenheit diese Geste wegrationalisiert hat. Jedenfalls fand ich die Option mit dem ´Warten, bis er weg ist´ nicht mehr so berauschend. Oh, die mir auch sonst so heilige Tramperehre! Man sollte Ausnahmen für Extremsituationen schaffen! Ich blieb mir aber dennoch treu und stellte mich hinter ihm an den wirklich aller letzten Zipfel des Parkplatzes, schon fast auf der Autobahn. Doch meine Beständigkeit zahlte sich aus und ich wurde irgendwann trotzdem mitgenommen - vor ihm natürlich. Also, solltet ihr irgendwann mal nach Aurach kommen, schaut doch mal, ob dort immer noch jemand steht und schaut.
 
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Datum: 12.08.2006, 20:49
Name: Chris
Homepage: http://www.anhalterfreunde.de
Titel: London oder Prag
Eintrag: Gestern hat mich ein junger Deutscher von Pilsen nach Prag mitgenommen. Er hat gerade druckfrisch seinen tschechischen Fuererschein bekommen, um in Deutschland den Idiotentest zu umgehen. Dass musste natuerlich gebuertig zelebriert werden - mit tschechischem Absinth. Mitten in der Nacht fiel mir spontan auf, dass ich meinen Saufkumpanen verloren hatte und ich gerade planlos durch die Strassen irrte. Ich hatte keine Ahnung, wo ich bin. Ich konzentrierte mich und schaute mich um. Die Gebaeude erinnerten mich an London, auch konnte ich mich dunkel erinnern, dass wir irgendwann einmal in einen Bus gestiegen sind. Das ist es also, ich bin in London. Ich frierte, und mir war klar, dass ich mitten in der Nacht und stockvoll in dieser teuren Stadt keine Unterkunft mehr finden werde. So irrte ich verzweifelt weiter und fand mich damit ab, keinen Schlafplatz zu haben. Alles aber wendete sich zum Besten. Irgendwann war ich wieder mit meinem Kollegen zusammen. Sein Zustand war nicht besser, aber er wusste noch, dass wir in Prag sind und uns im Hostel Emma eingemietet haben. Darauf mussten wir erst einmal einen trinken - Absinth natuerlich.
 
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Datum: 24.07.2006, 14:33
Name: Eike
Homepage: http://www.eike-krauss.de
Titel: Nackt trampen
Eintrag: Nette Anekdote aus der Pressemappe der Polizei Aachen:
POL-AC: Nackte Anhalter 14.06.2006 - 11:23 Uhr
Aachen (ots) - Kurz nach neun meldeten mehrere männliche Autofahrer einen bzw. zwei nackte Anhalter im Bereich Europaplatz, die versuchen würden zu trampen. Da schon mehrere Bremsmanöver und Beinaheunfälle gemeldet wurden, machten sich die Ordnungshüter auf den Weg, damit der Verkehr wieder störungsfrei fließen kann. Beim zeitnahen Eintreffen der Polizeibeamten am Europaplatz waren die nackten Anhalter aber bereits verschwunden. Ob sie zwischenzeitlich mitgenommen wurden oder es sich nur um eine Mutprobe oder Wette handelte (Zeugen berichteten, dass der eine Anhalter den anderen fotografierte) blieb offen.
Iris Fourné
ots Originaltext: Polizei Aachen
Hier das Original
 
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Datum: 22.07.2006, 17:53
Name: *******
Titel: Männerfeindlichkeit
Eintrag: Hi, freut mich, dass ich euere Seite gefunden habe, wo ich mir den Frust von der Seele schreiben kann. Mein Erlebnis ist zwar weder skurril, noch witzig, dafür aber umso dämlicher. Ich bin gestern mit zwei Kumpels von einem Festival heimgetrampt. Die meisten Autos waren voll, deswegen dauerte es eine Weile. Auf einmal kommen zwei siebzehnjährige Mädchen und stellten sich direkt vor uns und trampten. Hätte ich die Hand ausgestreckt, hätte ich sie berühren können. Natürlich habe ich gefragt, was diese Frechheit soll und sie antworten, dass sie sowieso viel schneller mitgenommen werden, deshalb dürfen sie zuerst. Normalerweise bin ich ein ausgeglichener Zeitgenosse, doch da ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe sie wild beschimpft. So eine Dreistigkeit habe ich ja noch nie erlebt. Selbst heute laufe ich noch rot vor Wut an, wenn ich daran denke. Hätte ich euere Seite eher gekannt, hätte ich die Zwei auf euere ´Zehn Gebote´ verwiesen.
 
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Datum: 22.07.2006, 12:24
Name: Flo
Titel: Liebesspielchen
Eintrag: Eine lustige Anekdote von einem Typen, der Glück hatte, nicht mit seiner kaputten Oboe trampen zu müssen -> hier.
 
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Datum: 21.07.2006, 01:16
Name: Mirco
Titel: Arschlöcher
Eintrag: Hi, schöne Seite, die ihr da habt. Deswegen erzähle ich euch eine kleine Geschichte: Ich bin von meinem Dorf in die Stadt getrampt, als ein Kleinbus lustiger Russen für mich gehalten hat. Sie redeten halb deutsch halb russisch und endeten jeden Satz mit ´du Arschloch´. Sie hatten tonnenweise Süßigkeiten, die sie netterweise mit mir Arschloch teilten. Es war eine lustige Fahrt. Als wir in die Nähe Würzburgs kamen, fragte ich, wo sie mich rauslassen können, doch wegen mir Arschloch wollten sie nicht extra die Schnellstraße verlassen. So rauschten sie munter an Würzburg vorbei und ließen mich erst einige Kilometer hinter der Stadt an einer Tankstelle raus. Sie wünschten mir einen schönen Tag und ich hatte einen weiten Fußmarsch vor mir. Es hat sich aber dennoch gelohnt, denn so sympathische Arschlöcher trifft man selten!
 
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Datum: 17.07.2006, 14:55
Name: Marc
Titel: Obdachlos
Eintrag: "to tramp" bedeutet in Neu Seeland wandern und in anderen englischsprachigen Ländern ist ein "tramp" ein Obdachloser oder Landstreicher. Fahrt also bitte nicht nach England und sagt, ihr seid Tramper. Hitchhiker bitte!
 
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Datum: 17.07.2006, 14:38
Name: Chris
Homepage: http://www.anhalterfreunde.de
Titel: Australisches Anhaltererlebnis
Eintrag: Diese Geschichte handelt von meinem wirklich einzigen (anfangs) negativen Anhaltererlebnis.

Ich begann meinen letzten Tramptag in Australien in einem kleinen Ort 100 km hinter New Castle, um zurück nach Sydney zu trampen. Es lief mäßig, bis an einer Raststätte ca. 3 Stunden vor meinem Ziel ein beleibter Mann um die Fünfzig für mich hielt.
Von seinen homoerotischen Tendenzen ließ ich mich nicht abschrecken, sondern stieg quitschvergnügt ein und freute mich, bis Sydney zu kommen.
Alles lief glatt, bis er die Autobahn verließ und die doppelt so lange Küstenstraße nahm. ´Just for sightseeing´. Alle paar Minuten nutzte er den Vorwand einer Raucherpause, um mich die gesamte Zigarettenlänge über anzustarren. Er begann immer lauter zu stöhnen. Mir wurde etwas bange zu mute und die Stunden auf der menschenleeren Straße schienen nicht zu vergehen. Er begann nun auch, sein bestes Stück zu reiben. Bei der sechsten Pause stöhnte er bereits so laut, dass ich dachte, er kollabiere. Ich wollte die Situation etwas lösen und erzählte zur Ablenkung etwas von den vielen Mückenstichen, die ich mir eingefangen habe. Er nutzte die Gelegenheit, um mir beherzt an die Eier fassen, ob ich da auch verstochen sei. Nun war es für mich an der Zeit, klare Worte zu sprechen. Ich begann zu schimpfen und zu drohen. Also fuhren wir befangen weiter. Wir schwiegen über Stunden. Es war eine sehr unangenehme Situation. Zu seinem Stöhnen und Reiben gesellte sich nun auch noch ein erbärmliches Wimmern. Er kündigte mir mehrfach an, mich an der nächsten Gelegenheit rauszuwerfen, was hier im mitten vom Nirgendwo fatal gewesen wäre.
Doch wir schafften es wieder, die Situation zu lösen. Wir begannen langsam mit einem Gespräch, das sich im Laufe der Zeit zu einer guten Unterhaltung steigerte. Wir redeten über Homos, Heteros und über meine offensichtliche Abneigung gegen gewisse Abenteuer. Er akzeptierte es. Das Gespräch wurde richtig lebhaft und herzlich. Wir stoppten an besonderen Sehenswürdigkeiten, wo er meinen Fremdenführer spielte und er lud mich gediegen zum Essen ein. Wenn er mich schon nicht haben könne, so wolle er zumindest meine süße Gesellschaft genießen, wie er sagte. Ich war begeistert, da ich in Australien nicht sonderlich kulinarisch verwöhnt war und spielte mit. Als Preis dafür musste ich mich von ihm genießerisch anlächeln lassen - ein fairer Deal. Als er mich am Abend direkt vor den Toren meines Hostels absetzte, zeigte er mir, dass wir uns verstanden hatten: Er sagte mit einem gut gemeinten Lächeln: ´Have fun with the girls, little bitch!´
 
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